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Wie funktionieren Mautgebühren quer durch Europa? GUTE REISE hat eine kleine Übersicht für Sie. © iStockphoto

Maut: So viel kostet Ihre Urlaubsfahrt

Wer 2019 mit dem Auto in den Urlaub fahren möchte, dem bleibt das Thema Maut nicht erspart. GUTE REISE hat zusammengefasst, wie die aktuellen Gebührensysteme in den beliebtesten Urlaubsländern Europas aussehen.

Mit dem Pkw zu verreisen, hat viele Vorteile. Es macht unabhängig, ist oft kostengünstiger als andere Verkehrswege und man hat jede Menge Platz im Kofferraum. Einer der Nachteile ist die Maut, die in vielen der beliebtesten Urlaubsländern anfällt. Dass die Systeme von Land zu Land teilweise sehr verschieden sind, macht die Situation nicht leichter. GUTE REISE hat eine kleine Übersicht für Sie.

Achtung: Mautgebühren können sich laufend ändern. Daher empfiehlt es sich, vor jeder Reise noch einmal nachzulesen, etwa beim ÖAMTC.

Und: Kreditkarten werden meist akzeptiert, Bankomatkarten allerdings selten. Checken Sie vor der Fahrt sicherheitshalber, ob Ihre Kreditkarte im jeweiligen Land akzeptiert wird.

Deutschland

Wer bei seiner Urlaubsreise Geld sparen möchte, ist mit einer Fahrt nach Deutschland gut beraten. Dort gibt es grundsätzlich keine Maut zu zahlen, bei manchen Tunneln fallen aber Gebühren an. Aktuell sind das der Warnowtunnel bei Rostock und der Herrentunnel bei Lübeck.

Schweiz und Liechtenstein

Das System in der Schweiz ist kinderleicht. Hier gibt es nur eine 14-Monats-Vignette, die 36,50 Euro beziehungsweise 40 Schweizer Franken kostet.

Bei der Fahrt durch Liechtenstein gibt es keine Gebühren.

Slowenien

In Slowenien steht eine 7-Tages-Vignette ebenso zur Verfügung wie eine Monats- und eine Jahresversion. Die Kosten belaufen sich jeweils auf 15, 30 beziehungsweise 110 Euro.

Tschechien und Slowakei

Auch unsere östlichen Nachbarn Tschechien setzen auf die Vignette. Es gibt sie als 10-Tages-Variante, in Monatsform oder als Jahreskarte. Der Preis: 14,50 Euro für 10 Tage, 21 Euro für den Monat oder 63,50 Euro für ein Jahr.

In der Slowakei gibt es keine klassische Vignette, sondern eine E-Vignette. Die kann man bequem online kaufen, das Kennzeichen wird gespeichert und bei Kontrolle überprüft. Den Beleg unbedingt mitführen. Preislich ist das Ganze günstiger. 10 Tage kosten 10 Euro, der Monat kostet 14 Euro und das Jahr 50 Euro.

Bulgarien

Auch Bulgarien setzt auf die E-Vignette und bietet diese in zahlreichen Varianten an. Die Wochenendvignette kostet 5 Euro, die Wochenvignette 8 Euro, die Monatsvignette 15 Euro, die 3-Monats-Variante 28 Euro und für ein ganzes Jahr zahlt man 50 Euro.

Italien

Wenn es Sie gen Süden zieht, dann werden Sie, außer in Slowenien, mit einer streckenbezogenen Maut konfrontiert. In Italien heißt die Autobahngebühr „pedaggio“, der Betrag errechnet sich aus der zurückgelegten Strecke. Die Preise sind relativ konstant und liegen bei rund 13 Cent. So kostet etwa die Strecke vom Brenner bis nach Venedig rund 26 Euro. Bei einigen Strecken gibt es aber Pauschalgebühren, Beispiele sind die A9 von Como nach Mailand oder die A3 von Neapel nach Salerno.

Frankreich

Ähnlich wie in Italien und auch preislich in einem vergleichbaren Bereich. Diverse Stadtumgehungen und einigen Strecken, etwa in der Bretagne, sind aber gratis.

Spanien

In Spanien wird das Autobahnnetz von diversen Unternehmen betreut. Die Preise schwanken, auch nach Tageszeit, mitunter stark. Tipp: Die vom Staat betriebenen Autovias, also Schnellstraßen, sind in der Regel gebührenfrei.

Portugal

In Portugal kann man die Maut bar an den Zahlstellen oder durch ein digitales System bezahlen. Mittlerweile geht es an einigen Strecken nur noch elektronisch. Die Preise schwanken je nach Strecke. Von Lissabon nach Faro muss man mit 13 Cent pro Kilometer rechnen, von Lissabon nach Marateca gar mit 20.

Kroatien

In Kroatien ist die Maut eher auf der preiswerten Seite. Es gelten jedoch für jede Autobahn eigene Zahlen. Eine Orientierungshilfe: Von Umag bis Pula zahlen Sie im Sommer 48 Euro.

Griechenland

In Griechenland richten sich die Preise nach der Strecke. Die Athenumfahrung kostet 2,80 Euro, die Strecke Lamia-Athen 7,10 Euro und Athen-Patras 5,70. Bei diversen Tunneln fallen zusätzliche Kosten an.

Norwegen

Prinzipiell funktioniert die Abrechnung auch in Norwegen wie in Italien. Der Unterschied ist aber, dass die Maut elektronisch kontrolliert und eine manuelle Bezahlung zu 95 Prozent nicht möglich ist. Stattdessen wird eine Rechnung nach Hause geschickt. Und: Alle ausländischen Fahrzeuge müssen die Euro-Klasse des Fahrzeugs und den Kraftstofftyp unter www.autopass.no/ed registrieren, damit die Mautgesellschaften entsprechend der Umweltklasse die Abbuchungen korrekt vornehmen. Erfolgt keine Registrierung, wird der höchste Satz innerhalb der Tarifgruppe 1 oder 2 berechnet.

Dänemark und Schweden

Wie in Deutschland fällt hier keine Maut an. Lediglich bei der Öresundbrücke sowie der Storebælt-Brücke fallen Gebühren an.

Großbritannien

Falls Sie noch schnell Großbritannien besuchen wollen, bevor der Brexit durchgeführt wird, dann wird es Sie freuen, dass es auch hier, mit ganz wenigen Ausnahmen, keine Gebühren gibt.