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Blick auf das Domquartier. © Tourismus Salzburg/Breitegger Günter

Salzburg: Rom des Nordens

Salzburg war über tausend Jahre eine Machtzentrale der Kirche – und die Fürsterzbischöfe politische Herrscher, die Geld, Macht und oft besten Kontakt zum Papst hatten. 

Salzburg ist eine prachtvolle Kirchenstadt: Der herrliche Panoramablick vom Mönchsberg auf die Altstadt und Festung Hohen Salzburg offenbart es. Die zahlreichen Türme der Gotteshäuser prägen die ­Silhouette des UNESCO-Weltkulturerbes. Und im ­Zentrum ragt die mächtige Kuppel des Doms heraus. 

„Bis 1806 war Salzburg nach Rom der zweitgrößte Kirchenstaat der Welt. Natürliche Ressourcen wie Gold und Salz sorgten für enormen Reichtum“, sagt Franz, ein begeisternder Fremdenführer mit einem Hang zur Geschichte. Vor allem der umtriebige Fürsterzbischof Wolf Dietrich verwandelte mithilfe von Architekten und Künstlern aus Italien seine Residenzstadt in ein barockes Juwel. Ein Besuch der Altstadt erscheint wie eine kleine Reise in die Vergangenheit. 

Die Opulenz und der Reichtum des Kirchenstaates verdeutlichen auch die Lustschlösser Hellbrunn und Klessheim sowie das Schloss Mirabell. „Es war einst das Domizil von Wolf Dietrichs Geliebter, Salome Alt. Sie gebar ihm 15 Kinder. Heute beherbergt es den ­Magistrat der Stadt.“ Der barocke Schlossgarten ist ein besonders beliebtes Fotomotiv. Daneben befindet sich das Mozarteum. Seit 1842 macht es das unschätzbare Erbe des genialen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart erlebbar. Seine beiden prächtigen Konzertsäle nutzen auch die Salzburger Festspiele. Sie dominieren den ­kulturellen Sommer der Stadt. Mozarts Oper „Die ­Zauberflöte“ sowie das Theaterstück „Jedermann“ ­stehen dabei im Zentrum der Feierlichkeiten. 

Doch in Salzburg hat auch zeitgenössische Kunst mit internationalem Flair ein Zuhause. Die Sommerszene bietet von 5. bis 16. Juni Tanzstücke, Performances und Installationen. Und das DomQuartier Salzburg stellt von 18. Mai bis 24. September Schätze der Kunstkammer Würth aus. Es sind 70 Werke aus dem 17. Jahrhundert sowie zahlreiche Kunstkammerobjekte zeitgenössischer Künstler zu sehen. Einen Tipp hat Fremdenführer Franz noch: „Die Domterrasse bietet einen Ausblick auf die Altstadt und die Chorempore erlaubt einen besonderen Einblick in das Innere des barocken Doms.“