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Die mächtige Festung thront über dem mit Kirchtürmen reich gespickten Häusermeer der altehrwürdigen Stadt: Salzburg zählt zu den imposantesten Plätzen des Landes © Tourismus Salzburg GmbH/G. Breitegger

Kulturstadt mit Charme

Die Mozart-Stadt Salzburg ist wahrlich einzigartig: Jede Menge Geschichte und Kultur treffen auf ein Lebens­gefühl der besonderen Art. Kein Wunder, dass die UNESCO Salzburg vor 25 Jahren zum Weltkulturerbe erklärt hat.

Blauer Himmel, weiße Gipfel und Hunderte Stufen: Der Weg hinauf zur Festung Hohensalzburg ist steil. Doch der Fleiß lohnt sich. Bereits auf halbem Weg befindet man sich auf Höhe der türkisen Kuppeln von Mozarts Taufkirche, dem barocken Salzburger Dom. Er ist das Herzstück der Stadt. Weiter oben führt ein kurzer Wanderweg zur Festung, die über der Stadt thront. Von hier aus präsentiert sich die romantische Mozart-Stadt in ihrer gesamten Pracht. Der Ausblick offenbart Salzburgs einzigartige Lage am Nordrand der Alpen. Hohe Bergketten und schroffe Felswände säumen diese einzigartige Stadt. Sie ist das Zuhause von beeindruckender Baukunst in der Altstadt und einer jahrhundertealten Musikkultur. Nicht umsonst darf Salzburg bereits das 25. Jubiläum seiner Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe feiern.

Nach der Stadtwanderung Lust auf Kaffee? Nach dem Besuch der Festung kommt eine Pause in einem der vielen charmanten Kaffeehäuser gerade recht. Einen wunderbaren Blick auf die Fassaden der Salzburger Altstadt bietet das Café Sacher an der Salzach. Hier treffen Einheimische, Festspielgäste und Künstler aufeinander. Die Sonnenterrasse bietet viel Platz, um das Flair der Altstadt im Frühling mit Kaffee und Mehlspeisen zu genießen.

Hort der Kaffeehauskultur

Nebenan ist das Café Bazar. Es ist für seine bewegte Geschichte bekannt. Seit bereits mehr als 200 Jahren frönen hier die Granden der Salzburger Kunst der Kaffeehauskultur. Im Gästebuch stehen Namen wie jener des Festspiel-Gründers Max Reinhardt, Marlene Dietrich, Oskar Werner, Arthur Miller sowie Iris Berben. Die Marmortische mit ihren gusseisernen Füßen, große Luster und Holzvertäfelungen erzählen von diesen Zeiten. Während Schauspieler und Schriftsteller im Café Bazar zusammenkamen, trafen sich Musiker am anderen Ufer der Salz­ach, im Café Tomaselli. Es gilt als das ­älteste bestehende Kaffeehaus Österreichs. Sein Inneres nimmt Besucher mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten von vor rund 300 Jahren. Damals kam auch schon Familie Mozart auf Schoko­lade, Tee und Kaffee ins Tomaselli.

In jüngerer Vergangenheit gegründet, doch nicht weniger geschichtsträchtig ist das Café Wernbacher. Es feiert 2022 sein 70-Jahre-Jubiläum. Seinerzeit ­kamen die Gäste besonders gerne wegen der stadtweit ersten Espressomaschine. Heute ist die seit den 1950er-Jahren ­erhaltene Einrichtung ein beeindruckendes Artefakt der Geschichte. Die typisch österreichische Kaffeehauskultur zählt nicht umsonst seit 2011 zu den schützenswerten ­immateriellen Kulturgütern der UNESCO. Sie ist viel mehr als eine Tradition. Sie beschreibt ein Lebensgefühl.

Vom Wandel der Zeit erzählen nicht nur die Kaffeehäuser. Für leidenschaftliche Zeitreisende gibt es auch in den Straßen des historischen Zentrums viel zu sehen. Salzburgs architektonisches Erbe besteht aus einer Harmonie von kirchlichen und weltlichen Bauten und Einflüssen aus Nord- und Südeuropa. Hier findet man die berühmteste Straße der Stadt, einen der meistbesuchten Orte der Welt: die ­Getreidegasse. Wenig verwunderlich, denn hinter ihren Mauern kam das ­Musikgenie Mozart auf die Welt. Künstler üben hier verloren geglaubtes Handwerk aus und im Alten Rathaus beim Kranzlmarkt war lange Zeit die hohe Stadtpolitik Salzburgs zu Hause. 13 Passagen, die Durchhäuser, verbinden die „Ader der Altstadt“ mit den umliegenden Parallelstraßen.

Spaziergang durch die Zeit

Über die Durchhäuser gelangt man zum Marko-Feingold-Steg. Mit seinen Tausenden Vorhängeschlössern ist er ein ­beliebtes Fotomotiv, fürs Familienalbum ebenso wie fürs Instagram-Posting. Es geht weiter zum Schloss Mirabell. Einst wurde es erbaut, um der Familie des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau ein Zuhause zu geben. Im Mirabellgarten bietet sich vom Pegasusbrunnen aus eine beeindruckende Sichtachse über die Parkallee und den Dom bis hinauf zur Festung Hohensalzburg. Im Inneren des Schlosses gelangt man über die von verspielten Putten gesäumte Treppe in den berühmten Marmorsaal. Er ist raumhoch mit weißem Marmor und goldenem Stuck ausgekleidet. Das brachte ihm den Titel als schönster Trauungssaal Europas.

Programm im Frühling

Interessantes, aber auch Kurioses erfährt man auf den Stadtwanderwegen. Hier können Besucher die Stadt im eigenen Tempo abseits bekannter Pfade erkunden. Neu ist der UNESCO Walk, der den besten Überblick über die Schätze Salzburgs bietet. Außergewöhnliche Exponate gibt es in der neuen Ausstellung im Salzburg ­Museum zu sehen: „Salzburg einzigartig – ­Geschichte(n) aus Stadt und Land“ zeigt, was diese Kulturmetropole auszeichnet: antike Schätze, traditionelle Kostüme, spektakuläre Fotos und Modelle von Bauwerken. Das unverwechselbare Flair der Stadt ergibt sich aus dem Brückenschlag zwischen dem Schutz seiner Traditionen und einer modernen, rücksichtsvollen Entwicklung vom Heute ins Morgen. Ob Kaffee, Stadtwanderung oder Kultur – Salzburg ist immer eine Reise wert.
Infos unter www.salzburg.info/einzigartig