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Die Skyline von Kuala Lumpur mit den Petronas Twin Towers. © iStockphoto

Die Mega-City in den Tropen

Die Hauptstadt von Malaysia ist laut, bunt und voller Erlebnisse. 

„Rush­hour in Kuala Lumpur oder KL, wie wir Einheimischen es nennen, ist nichts für schwache Nerven“, sagt Taxifahrer Rahmat grinsend. Alles steht still. KL hat rund 1,6 Millionen Einwohner. Pro Haushalt gibt es mindestens drei ­Autos. Und diese werden auch täglich bewegt. Zwischen den Autoschlangen bahnen sich Zweiräder den Weg. „Wir tragen beim Mopedfahren unsere Jacken verkehrt ­herum, um den warmen Fahrtwind, wenn es denn mal vorangeht, umzuleiten. Sieht lustig aus, hilft aber“, erklärt Rahmat.

Abseits vom Verkehrschaos hat die Großstadt aber einiges zu bieten! Zum Beispiel die Petronas Towers. Die Zwillingstürme zählen mit 452 Metern zu den höchsten Wolkenkratzern der Welt und haben nicht nur eine Aussichtsplattform, sondern auch eine Skybridge im Angebot. Sie verbindet die Türme auf 172 Metern Höhe miteinander und soll auch als Fluchtweg dienen. Für eine kleine Pause macht man am besten einen Abstecher in die Parkanlage hinter den Petronas ­Towers. Der KLCC Park ist sehr gepflegt und hat sogar einen kleinen öffentlichen Swimmingpool für Kinder.

Mega-Moschee

Ein weiteres architektonisches Highlight sind die vielen kunstvollen Moscheen. ­Allen voran die Staatsmoschee. Sie bietet Raum für knapp 13.000 Gläubige. Ihre Hauptmerkmale sind das 73 Meter hohe Minarett und das sternförmige Dach, das an einen Regenschirm erinnert. Und auch majestätische Prunkbauten, wie etwa der Königspalast Istana Negara, die Residenz des amtierenden malaysischen Königs Abdullah Sultan Ahmad Shah, fügen sich kunstvoll ins Stadtbild. 

Nicht weit vom Zentrum entfernt, auf einer Anhöhe, liegt der Perdana Botanical Garden. Er umfasst unter anderem einen wunderschönen Orchideengarten mit angenehmer ­Atmosphäre. Dieser beherbergt rund 800 verschiedene Orchideenarten. Wer sich ein wenig tiefer hineinwagt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch tierische Begegnungen machen. Wilde Makaken-Affen treiben hier ihr Unwesen. 

Durch Wasserstraßen

Nur rund zwei Autostunden von KL entfernt liegt die Küstenstadt Malakka. Sie wurde 2008 auf die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gesetzt. Nach ihr ist die berühmte „Seestraße nach Malakka“ benannt, eine Meerenge zwischen der Malaiischen Halbinsel und der Nordküste von Sumatra. Sie ist eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt und bis heute eine wichtige Verbindung für Containerschiffe. 

Malakka selbst überzeugt durch die Mischung der Kulturen und Völker: Malaien, Inder, indigene Völker und Chinesen sind die vorherrschenden Bevölkerungsgruppen. Jede hat ihren eigenen Stil, auch was die Architektur betrifft. Aber auch die verschiedenen Kolonialzeiten der Portugiesen, Holländer und Briten haben die Stadt nachhaltig geprägt. Vor allem die Altstadt mit der rot-weißen „Christ Church“, der ältesten in Betrieb befindlichen protestantischen Kirche in Malaysia, muss man gesehen haben.