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Die Küsten von Cape Cod trotzen den Stürmen. © Shutterstock

Das Kap der Künstler

Cape Cod in Massachusetts (USA) war und ist Quelle der Inspiration für Dichter und Maler.

Wie der muskelbepackte Arm von „Popeye the Sailor“ reckt sich Cape Cod zig Kilometer im Südosten von Boston, Massachusetts, in den Atlantik hinaus. Mit dem hakenförmigen Kap Kabeljau (wie es auf Deutsch heißt), doppelt so groß wie Wien, betritt man eine ganz eigene Welt. Die ganze Ostküste der USA gilt als Gegenentwurf zu dem, was man sich so ­unter dem klassischen Trump-Land vorstellt. Cape Cod geht aber noch viel weiter. Zuerst ­haben nämlich Künstler die Halbinsel für sich entdeckt – und nachhaltig geprägt. Den Anfang machte Henry David Thoreau, der Mitte der 1830er-Jahre die Landschaft in seinem „sonnigsten“ Buch verewigte, einer Hymne auf das Meer und die Küste mit ihren unendlich langen Sanddünen. Dann folgten Dichter wie der ­Nobelpreisträger Eugene O’Neill, der hier sechs Jahre lebte, und Maler wie Edward Hopper, der in den 1930er-Jahren das besondere Licht auf Cape Cod liebte und auf der Leinwand einfing.

Das Juwel von New England

Das künstlerische Herz des Kaps schlägt nach wie vor kräftig. Wer das erleben will, fährt am besten über den künstlich angelegten Kanal, der die Halbinsel eigentlich zu einer Insel macht, rund eine Stunde lang die hundert Kilometer bis nach Provincetown, dem traditionsreichen Zentrum. Hier reiht sich in der Commercial Street ein pittoreskes Holzhaus an das andere, mit unzähligen Galerien, Museen und Kultureinrichtungen. Für Maler und Dichter ist Cape Cod nach wie vor Inspirationsquelle. Aber auch die ­große LGBT-Szene hat schon seit Langem hier in New England ein Zuhause. 

Nur einen kurzen Spaziergang vom quirligen Provincetown entfernt, regiert alleine die Natur, die jeden mit ihrem Schauspiel in ihren Bann zieht. Einsame Strände, Dünen, Wälder und Teiche lassen einen ins Reich der Ruhe eintreten. Vor der Küste ziehen Wale auf ihren Nord-Süd-Wanderungen vorbei, und auch der Weiße Hai findet hier im Meer – sogar in unmittelbarer Küstennähe – eine reichlich gedeckte Tafel. Und bei der Fahrt übers Land tänzelt – nach einer Gruppe wilder Truthähne – sogar ein großer Kojote über die Straße. Ganz großes Kino!

Kapitänshaus mit Stil

Ein ganz besonderes Hideaway auf Cape Cod ist das Candleberry Inn von Marco und Angelo in Brewster. Die beiden New Yorker verliebten sich bei vielen Reisen in die pittoreske Halbinsel – und beschlossen, ihren beruflichen Karrieren in New York Adieu zu sagen. Seit drei Jahren führen Marco und Angelo das Candleberry Inn, ein mehr als 200 Jahre altes Kapitänshaus. Marco ist der große Organisator des wunderschönen B & B, Angelo kocht und bäckt für die Gäste. Beim Frühstück werden selbstgemachte Köstlichkeiten aus der reichen italienischen Kulinariktradition ihrer Familien serviert, wie etwa Zucchini-Frittata. Einfach köstlich! Angelo ist als Innenarchitekt, der zum Beispiel auch schon für Tiffany arbeitete, für die Innenausstattung der neun jeweils ganz verschiedenen Zimmer zuständig. Hier spürt man viel Liebe fürs Detail und einen hervorragenden Geschmack.