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Zermatt wartet mit rund 360 Pistenkilometern auf. © Pascal Gertschen

Das Supermodel der Alpen

Im Schatten des Matterhorns liegt der wohl urigste Skiort der Schweiz: Zermatt.

Wer den Gipfel nur von der Toblerone kennt, für den ist der Blick aufs Matterhorn etwas ganz Besonderes. Bei seinem Anblick hat man sogar Verständnis für die endlosen Selfie-Orgien der Touristen aus aller Welt.

Zermatt steht dem Berg in nichts nach. Der Ort ist komplett autofrei, die Hotels holen Besucher mit kleinen Elektrotaxis ab, Pferdekutschen sind omnipräsent. Im Gegensatz zu St. Moritz hat Zermatt seinen ursprünglichen Charme nicht verloren. Man flaniert neben uralten Bauernhäusern, die auf massiven Pfählen gebaut sind, damit die Mäuse nicht reinkommen.

Die Piste ruft

Sightseeing macht Spaß, aber die magnetische Anziehungskraft der Piste lockt zur Talstation Sunnegga-Rothorn. Via Tunnel spaziert man zur Standseilbahn. 360 Pistenkilometer und über 50 Lifte sorgen für endloses Fahrvergnügen. Die breiten Pisten bieten Raum zur Selbstverwirklichung, die Hütten sind urig und ausgelassen. Highlight ist die höchste Bergbahnstation Europas auf 3.883 Metern, bei der eine Erlebniswelt namens Matterhorn Glacier Paradise errichtet wurde. Die Aussicht ist einmalig. Das Matterhorn funkelt in der Sonne wie ein eisiger Diamant. Der höchste Berg Europas, der Mont Blanc, scheint so nah, dass man ihn fast packen möchte. Doch die Höhe ist nicht ohne. Nach einer Stunde klagen die Ersten aufgrund der dünnen Luft über Kopfschmerzen. 

Abfahrt mit Vierbeiner

Wer den ganzen Tag Ski fährt, hat sich ein herzhaftes Mahl verdient. Es wäre ein Verbrechen, in der Schweiz gewesen zu sein, ohne sich an der dekadenten, deftigen Köstlichkeit zu laben, die man Käsefondue nennt. Die beste Adresse dafür ist das Restaurant vis-à-vis.

Für den nächtlichen Heimweg schnallen wir uns wieder die Skier an. Bei Mondschein machen wir eine geführte Abfahrt. Vorne fährt der Guide, ganz am Schluss läuft ein mit Leuchtröhren behängter Hund, der darauf trainiert ist, immer hinter dem letzten Skifahrer zu bleiben. Ein ebenso praktisches wie entzückendes Sicherheitssystem. Gemächlich kurvt die Gruppe dem Tal entgegen. Den Bauch voller Käsefondue, nimmt man sich gerne etwas mehr Zeit. 

Ständiger Begleiter auf dem Weg zurück ins Hotel ist das Matterhorn, das vor uns in den nächtlichen Himmel ragt.

GUTE TIPPS Zermatt

Matterhorn glacier paradise

Monumentaler Bau auf 3.883 Metern. Panoramafenster bieten einen Ausblick auf die umliegenden Gipfel. Extra-vagant. Die Höhe kann sich auf das Gemüt schlagen.

Vis-À-Vis

Das Restaurant auf 3.100 Metern vereint Kulinarik mit Events. Erreichbar mit der Gornergrat Bahn. Beliebt ist das Käse-fondue, dekadente Schweizer Spezialität. Ist köstlich und sättigt wie kaum eine andere Mahlzeit. Mit Wein aus der Region schmeckt das Ganze gleich doppelt so gut.

Restaurant Findlerhof

Eine klassische Skihütte auf 2.020 Metern mit -großartigem Ausblick. Trotzdem gehobene Küche. Tipps: das Lammfilet an Kräutern und das leckere Thunfischcarpaccio.

Museum Zermatlantis

Ein kleines Bauerndorf, das zum Weltort wurde. Das Museum bietet einen spannenden Überblick von der Jungsteinzeit bis heute. Höhepunkt: das Seil der Erstbesteigung des Matterhorns, bei der vier Menschen starben. Ein Mythos für die Ewigkeit.