+43 1 740 32-0willkommen@gutereise.eu
Geschmackvolles Interieur, wunderbare Aussicht: Die Hotels der Familie Dazzo eignen sich perfekt, um Venedig zu entdecken. © Dazzo Hotel

Hideaways mit Aussicht in Venedig

„Klein, aber fein“ ist das gemeinsame Motto der drei Hotels der Familie Dazzo in Venedig. Alle bestechen mit einer einzigartigen Lage – direkt am Canal Grande oder an der Riva degli Schiavoni unweit des Dogenpalasts.

Für venezianische Verhältnisse, wo alles gefühlt ewig währt, kann man das Hotelunternehmen der Dazzos eher als Start-up bezeichnen. Eigentlich stammt die Familie aus Padua, bis ein gewisser Severino Dazzo in den 1970er-Jahren seiner Heimat ade sagte, sein Glück in Venedig versuchen wollte und hier ein Restaurant eröffnete – mit Erfolg. Ebenfalls erfolgreich war sein Sohn Elio beim Einstieg in die Hotellerie. Heute leitet er gemeinsam mit seinem Sohn Roberto drei Hotels – familiäre, außergewöhnliche Hideaways mit insgesamt nicht mehr als 100 Zimmern.

Hotel Santa Chiara

Den Anfang machte das Santa Chiara direkt an der Piazzale Roma und am Beginn des Canal Grande. Die Geschichte des Gebäudes reicht bis zu fünf Jahrhunderte zurück, war es doch einst ein Kloster der Ursulinen. Große Bedeutung erhielt die Piazzale Roma Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Lagungenstadt erstmals durch eine Brücke mit dem Festland verbunden wurde und hier Touristen mit Autos und Bussen ankamen.

Santa Chiara existiert als Hotel seit 1938. Ursprünglich ein einfaches Gästehaus, wurde das ehemalige Kloster 1980 von der Familie Dazzo gekauft, renoviert und vor vier Jahren durch einen neuen Flügel ergänzt – gebaut aus demselben weißen Marmor wie die moderne, aufsehenerregende Ponte della Costituzione vis-à-vis des Canal Grande, die zum Bahnhof Santa Lucia führt.

Venedigs exklusivste Parkgarage

War der moderne Marmorblock des Hotels Santa Chiara für Venedig schon revolutionär, wurde mit einer Tiefgarage noch eine Besonderheit in der Lagunenstadt draufgesetzt: 20 Autos entschweben mithilfe eines „Lifts“ und eines Park-Boys von der Oberfläche unter das Meeresniveau. Die Parkplätze stehen ausschließlich Gästen der drei Dazzo-Hotels um 50 Euro pro Tag zur Verfügung.

Wo früher fromme Nonnen lebten und später Gäste auf ganz einfache Art und Weise ihre Nachtruhe finden konnten, hat man heute die Wahl zwischen prunkvollem, historischem oder stylishem, zeitgenössischem Flair. Egal, wofür man sich entscheidet: Man trifft sich auf der Dachterrasse des Hotels, wo die Gäste unter sich bleiben und den stimmungsvollen Blick runter auf den Canal Grande genießen.

Edles Vintage-Boot exklusiv für die Hotelgäste

Wer in einem der beiden anderen Dazzo-Hotels residiert, darf sich auch an einem weiteren exklusiven Sonderservice, an einem Spezialtransfer, erfreuen: Den Gästen aller drei Hotels steht nämlich ein edles Boot aus Holz zur Verfügung, das im Jahr 1956 in Venedig gezimmert worden ist. So stilvoll fährt einen der Kapitän dann durch kleine Kanäle oder den geschwungenen Canal Grande zum Hotel. Und natürlich steht das Boot auch für spezielle Touren bereit, zum Beispiel für eine romantische Abendfahrt.

Hotel Locanda Vivaldi

Was 1980 mit dem Hotel Santa Chiara, dem heutigen Stammhaus der Dazzos, begann, fand mit dem Hotel Locanda Vivaldi seine Fortsetzung. Im Jahr 1999 wurde das Haus an der Riva degli Schiavoni, zwischen dem kleinen Kanal Rio dei Greci und der Chiese della Pietà gelegen, übernommen – an einem überaus (musik-)geschichtsträchtigen Ort. Denn hier lebte und wirkte einst Antonio Vivaldi. 1703 zum Priester geweiht, war der Komponist Kaplan der Kirche und auch Geigenlehrer im angeschlossenen Waisenhaus.

Wer sich im Hotel Locanda Vivaldi einquartiert, genießt den weiten Horizont – auch das eine Seltenheit in Venedig. Denn von der Dachterrasse aus – auch die ist nur Gästen vorbehalten – schweift beim Frühstück oder Abendessen der Blick Richtung Giudecca, zur mächtigen Kirche San Giorgio Maggiore von Andrea Palladio und bis zum lang gestreckten Lido. Seit Vivaldis Zeiten hat sich an diesem Panorama nicht wirklich viel verändert.

Palazzo Stern

Last but not least macht der Palazzo Stern am Canal Grande das Hotel-Trio der Dazzos perfekt. Dieser prächtige Palast, gelegen im Dorsoduro-Teil, weist auch eine besondere Geschichte auf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Bau von Ernesta Stern, Schriftstellerin, Kunstsammlerin und Gattin des französischen Bankiers Louis Stern, in Auftrag gegeben, errichtet auf den Resten eines ursprünglich venezianisch-byzantinischen Bauwerks aus dem 15. Jahrhundert.

Heute ist der Palazzo Stern ein elegantes Juwel neugotischer Architektur. Für das Interieur trug Ernesta Stern Kunstwerke – Dekorationen, Skulpturen, Säulen und Bilder – aus ganz Venedig, sogar aus dem weiteren Venetien zusammen, die bis zu 1.000 Jahre alt sind.

Nach einer Zwischenphase in den 1970er-Jahren, als der Prunkbau mit Prachtlage als Krankenhaus genutzt wurde, erstand er nach einer Renovierung als Hotel der Dazzos im Jahr 2007 wieder auf. Neben den edlen Zimmern besticht das Palazzo Stern mit einer Terrasse am Canal Grande, nur wenig über dem Niveau des Wassers. Viel stilvoller als an diesem magischen Platz kann man einen Cappuccino oder einen Aperol Spritz in Venedig nicht trinken.

Infos:

Die Preise in den drei Dazzo-Hotels beginnen für ein Zimmer inklusive Frühstück in der Nebensaison bei 150 Euro und in der Hauptsaison bei 250 Euro. www.dazzohotel.it/en