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Die Fjorde und Seen Norwegens zählen zu den beeindruckendsten Naturlandschaften der Welt. © MSC

Norwegens wilde Fjorde

Von Weltnaturerbe bis Instagram-Spot. Die Schätze des Nordens, entspannt erkundet mit dem Kreuzfahrtschiff.

Einfach imposant! Der erste Eindruck täuscht nicht. 315 Meter lang und 65 Meter hoch ist die MSC Meraviglia. Ein prachtvolles Schiff, das von Kiel aus rund 5.000 Gäste über die Nordsee Richtung hohen Norden bringt. Die einwöchige Reise geht über Dänemark, drei Fjorde Norwegens und zurück nach Deutschland. Erster Halt Kopenhagen. Die Hafenstadt hat Charme und beeindruckt mit maritimem Flair, bietet alle Vorzüge einer Großstadt und ist doch wunderbar entspannt. Zu Fuß geht es nach Nyhavn (Neuer Hafen), der mit seinen kleinen Straßencafés und vielen Holzbooten fast wie eine Filmkulisse wirkt. Auf dem Weg ist ein Selfie mit der Kleinen Meerjungfrau, der berühmten Statue, Pflicht. Geheimtipp für kulinarischen Genuss: das Royal Smushi Café. Ein Szenelokal in einer unscheinbaren Nebenstraße der Strøget. Hier gibt es Sushi auf Smørrebrød – originelle Kreation.

Mitternachtssonne

Norwegen, Land der Trolle, der Wasserfälle und der Fjorde, ist nur eine Nachtfahrt mit dem Schiff von Dänemark aus entfernt. Tiefblaues Wasser schmiegt sich an saftige grüne Hänge, schneebedeckte Berggipfel treffen auf wilde Wasserfälle. Ein Naturschauspiel der besonderen Art. Das Beste daran: Im Hochsommer kann man das fast rund um die Uhr bei Tageslicht genießen. Dass der Ort, den das Schiff soeben passiert, Hellesylt heißt, ist allerdings nur Zufall. Von hier geht es ­weiter zu einem der bekanntesten Fjorde, dem Geirangerfjord. Er ist der innerste Zweig des Storfjords. 

Man kann sich die Fjorde Norwegens als Hauptstraßen mit Nebenwegen und engen Gassen vorstellen. Fjorde sind über einen Zeitraum von 2,5 Millionen Jahren durch starke Vergletscherung bis unter den Meeresspiegel entstanden. So wurden die u-förmigen Täler geformt. 

4.30 Uhr, normalerweise keine Uhrzeit, bei der man ans Aufstehen denkt, dank der nordischen Lichtverhältnisse im Sommer ist es aber nicht so schwer wie gedacht. Belohnt wird man dafür mit dem Anblick der malerischen Kulisse des 15 Kilometer langen Geirangerfjords. 

Gewaltige Wasserfälle

Das Schiff bahnt sich seinen Weg durch das dunkelgrün schimmernde Wasser, während man seinen ersten Kaffee mit Blick auf die Sieben Schwestern, die sich mutig in den Fjord stürzen, trinken kann. Keine Sorge, für Wasserfälle ist das völlig normal. Gegenüber befindet sich der Wasserfall Freier. „Der Sage nach wollte der Freier die sieben Schwestern nacheinander heiraten. Er hatte jedoch bei keiner Erfolg. Daraufhin ertränkte er seinen Kummer in Alkohol und der Wasserfall nahm die Form einer Flasche an“, verrät Tourguide Janne beim Landgang schmunzelnd. 

Tiefgründig, ebenso wie der Blick in die Schlucht, die sich neben dem berühmten Foto-Spot Flydalsjuvet auftut. Die Aussicht auf das Ende des Fjords sorgt für unvergessliche Urlaubsmomente.

 

Aurland statt Auenland

Nicht nur der ähnliche Name der Region ­erinnert an die Heimat des Hobbits Bilbo Beutlin. Flam ist rund 280 Kilometer vom Geiranger Fjord entfernt und besteht aus kleinen, vorwiegend roten Häusern im skandinavischen Stil. Vom Ort aus fährt die Flamsbahn, ein Zug, der auf einer der steilsten Strecken der Welt auf normalem Gleis fährt, ab. Auf der 20 Kilometer langen Tour überwindet er 866 Höhenmeter und bietet einen Panoramablick auf eine der schönsten Berglandschaften Norwegens. 

Beim Blick aus dem Fenster entdeckt man Flüsse, die sich ihren Weg durch tiefe Schluchten schneiden, sprudelnde Wasserfälle und Bergbauernhöfe, die sich scheinbar schwerelos an steile Berghänge klammern. „Diese Höfe sind auch in flacheren Gebieten zu sehen. Sie bestehen meist aus drei verschiedenfarbigen Häusern: Weiß ist das Wohnhaus, rot der Stall und gelb der Alterswohnsitz des Bauern“, erklärt der Schaffner Ole.

Unbeschwerte Überfahrt

Eine Reise auf dem Seeweg zu bestreiten, bietet viele Vorteile. Man wacht jeden Tag an einem anderen Ort auf, kann diverse Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord nutzen und braucht sich um fast nichts zu kümmern. Einziger Fixpunkt: den Urlaub in vollen Zügen genießen! Das setze ich prompt um, als sich das Schiff nach Stavanger aufmacht, der europäischen Kulturhauptstadt 2008. Von hier aus kann man in die Berge wandern oder an langen Sandstränden von den nordischen Reiseerlebnissen träumen.

GUTE TIPPS Norwegen

MSC-Kreuzfahrten

19 Schiffe umfasst die MSC-Flotte. Von Mittelmeer- über Nordeuropa- und Ostee-Kreuzfahrten bis hin zu Karibik-Trips ist alles dabei. Unterhaltungsangebote, geräumige Kabinen und diverse Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein.

RIB-Bootsfahrten, Geirangerfjord

Safaris gibt es nicht nur in Afrika. Auch in den Fjorden – und zwar per RIB-Boot. Mit dem Festrumpfschlauchboot kommt man dichter an die berühmten Wasserfälle heran. Weiterer Pluspunkt: Mit etwas Glück trifft man auf eine Gruppe Schweinswale, die den Fjord des Öfteren besucht.

Wandern beim Trollstigen

Der Trollstigen ist eine spektakuläre Gebirgsstraße, die sich über elf Haarnadelkurven an steilen Felshängen den Berg hinaufschlängelt. Er ist mit seinem -charakteristischen Wasserfall, dem Stigfossen, von gewaltigen Bergmassiven umrahmt. Es geht hinauf bis auf 1.600 Meter Höhe. Der alte Saumpfad ist ein interessanter und beliebter Wanderweg.

Provinzstraße 63, Isterdal