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Blick auf Meran und die Kirche St. Nikolaus. © Shutterstock

Südtirols Perle: Zeitlos schön

Meran vereint K.-u.-k.-Historie und „La dolce vita“. Einst adelte Kaiserin Sisi die Kleinstadt zum mondänen Kurparadies. Heute locken auch Aktivurlaub und kulinarische Genüsse.

Sisi, die Gattin des Kaisers Franz Joseph, verachtet die starre Etikette am Wiener Hof. Sie raucht, lässt sich tätowieren, treibt exzessiv Sport und ist ständig auf Reisen. Gleich vier Mal verweilt sie in Meran für eine viele Wochen dauernde Kur. Immer ganz „privat, nur von ihrem Hofstaat begleitet“. Sie residiert meist im prächtigen Schloss Trauttmansdorff. So etwas spricht sich herum.

Vom Kuhdorf zum Kurort

Schon bald berichten die Wiener Zeitungen begeistert vom milden, gesunden Klima der Kleinstadt südlich der Tiroler Alpen – vor allem von den herrlichen Promenaden, die das Spazierengehen zu einem Erlebnis machen. Schnell steigt Meran in den Olymp der Trendziele auf.

Alles, was im Kaiserreich Österreich-Ungarn Rang und Namen hat, zieht es magisch in das neue Luftkurparadies. Alle – vom Adel bis zu den Literaten wie Rainer Maria Rilke oder Stefan Zweig – genießen die ­belebende Kraft der Natur. Und Kurgast Franz Kafka hat hier eifrig an seinem Roman „Der Prozess“ geschrieben. Heute würde Sisi natürlich Espresso ­trinken. Schließlich ist Meran, einst viele Jahrzehnte lang stolze Hauptstadt von Tirol, seit 1919 Teil Italiens. Sie würde sich an deftigen ­Tiroler Knödelvariationen ebenso erfreuen wie an Pasta-Gerichten, die Italiens Küche so einzigartig machen. 

Nirgendwo sonst in Südtirol ist dieses Miteinander der medi­terranen und alpenländischen Kultur so deutlich spürbar und das Zusammentreffen von Historie und Gegenwart so reizvoll wie in Meran. Sisi wäre begeistert, würde vielleicht auf ihren eigenen Spuren wandeln. Sie wäre sicher angetan von der Sisi-Promenade, vom Sisi-Park und vom Sisi-Bio-Molkebad in der Therme Meran. Nicht nur wegen ihres Namens.

Stadt der Erinnerungen

Auf dem Sisi-Weg vom Stadtzentrum zum Schloss Trauttmansdorff würde sie vielleicht in schönen Erinnerungen schwelgen: an die Lauben, die überdachten Gänge in der Altstadt, die seit dem Mittelalter das Herz von Meran sind, oder an das Schloss Rubein, wo einst ein Teil des mitgebrachten Hofstaats von 102 Personen untergebracht war, sicher auch an Schloss Trauttmansdorff, dessen Garten zu den schönsten botanischen Parks der Welt zählt.

Im Rausch der Apfelblüte

Die Natur erwacht wieder aus ihrem ­winterlichen Dornröschenschlaf. Die faszinierende Bergwelt hat die Gipfel noch schneebedeckt, doch in den unzähligen Weingärten und Obsthainen zeigen sich die ersten Triebe. In wenigen Wochen beginnt die Zeit der Apfelblüte und die Gegend um Meran erscheint als duftendes Blütenmeer in den Farben Rosa und Weiß. Mit 300 Sonnentagen im Jahr ist die Region Burggrafenamt auch Heimat für Palmen, Zypressen und Zitronenbäume. Diese exotischen Bäume sind am Tappeinerweg nicht zu übersehen. 

Stadt der Promenaden 

Den unbestrittenen König unter den historischen Promenaden Merans ließ 1893 der legendäre Kurarzt Dr. Franz Tappeiner anlegen. Auf der sechs Kilometer langen Strecke von der Altstadt über Dorf Tirol bis nach Algund bieten sich immer wieder fantastische Ausblicke auf Meran und das Etschtal. 

Flach verlaufen die elf Waalwege oberhalb von Meran durch die Landschaft. Waale sind bis heute genutzte historische Bewässerungskanäle, die das Gebirgs­wasser auf die Felder im Tal umleiten. Die „Meraner Waalrunde“ vereint die schönsten Abschnitte auf einem gut beschil­derten Rundkurs. Wer mehr Bewegung braucht, findet vor den Toren Merans ein von modernen Bergbahnen erschlossenes, hochalpines Paradies vor. Meran2000 bietet im Winter ein schneesicheres Ski-gebiet mit 40 Kilometern Piste. Im Sommer ist es ein beliebtes Wanderziel ebenso wie der Naturpark Texelgruppe oder die wild rauschende Passerklamm. 

Tradition und Moderne

Das moderne Meran ist ohne das alte nicht vorstellbar. Einst war die „Terrainkur“ en vogue, also die Bewegung über leichte Steigungen im gesunden Klima. Die Promenaden waren von fantastischer Vegetation gesäumt. Ausgangspunkt war das Kurhaus an der Passerpromenade. Es erinnert ebenso wie das Stadttheater stilistisch an Wiener Ringstraßenbauten der Belle Époque. Das moderne Gesicht der Kurstadt prägen Glas, Stahl und Holz. Star-Architekt Matteo Thun gestaltete mit der Therme Meran eine zeitgenös­sische Ikone der Badekultur. Sie umfasst 25 Becken, Saunalandschaft, Medical Spa und einen großen Kurpark mit mediterraner Vegetation. Doch zu entspannenden Tagen für Körper und Geist gehört auch der kulinarische Genuss – und köstliche Weine.Die Landschaft von Meran wird von den Weinbergen an den Hängen rund um die Stadt geprägt. Meran ist bekannt für seine erstklassigen Weißweine, vollmundigen Rotweine und die leichte Vernatsch-Sorte „Meraner“. 

In Südtirol gibt es das Beste aus zwei Welten, aus der italienische Küche und der kulinarische Tradition Tirols. Das Restaurant Aqua an der Passerpromenade ist bekannt für Fischgerichte und hausgemachte Pasta. Die Hofschank Unterweiherhof zelebriert die bäuerliche Küche ebenso wie die Buschenschank Rauthof. Auch das Onkel Taa in Töll setzt auf urige Südtirol-Leckerbissen. Wer sicher gehen möchte, das Vorzüglichste aus der Region zu bekommen, kehrt bei den Mitgliedern der „Initiative Echte Qualität am Berg“ ein. Sie garantieren Top-Qualität bei den Berghütten und Almwirtschaften. Viele regionale Schmankerln aus Garten, Feld und Keller gibt es jeden Samstag auf dem Bauernmarkt in der ­Galileistraße. Und selbst für die perfekte Pizza muss man nicht bis Neapel fahren: Im „357“ verhilft Andrea Fenoglio der Teigflade dank raffinierter Reifung zu kulinarischen Höhenflügen im alpinen Meran. 

GUTE TIPPS Meran

Wohnen

Top-Design und Luxus in bester Citylage findet man im Hotel Therme Meran. Direkte Verbindung zur Therme Meran. Idyllisches Garten-Spa und Sky-Spa auf dem Dach des Hotels. Restaurant mit Südtiroler und internationaler Küche der Spitzenklasse. 

Genießen

Der Cappuccino und die Auswahl an Kuchen in der Konditorei Pöhl sind ein Traum. 

Ein beliebtes Gourmetparadies in den Meraner Lauben ist die Metzgerei Siebenförcher.

PUR Südtirol ist der Genussmarkt in der Freiheitsstraße von Meran und bietet biologische Köstlichkeiten aus der Region.

Ausflug

Oberhalb von Meran auf einem Felsvorsprung liegt das Knottnkino. Die Leinwand ist das faszinierende Bergpanorama. Perfekt zum Entspannen und um Gedanken ruhen zu lassen.

Das Schloss Trauttmansdorff bei Meran ist mit 80 Gartenlandschaften aus aller Welt eine der schönsten Anlagen Europas.