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Leuchturm am Strand von Warnemünde. © iStockphoto

Was für eine Küste!

Mecklenburg-Vorpommern begeistert mit alten Hansestädten, malerischen Badeorten, endlosen Sandstränden und viel unberührter Natur.

Hätten Sie das gewusst? „Meck-Pom“, wie die Menschen ihr Bundesland gerne nennen, ist heute das beliebteste Reiseziel in Deutschland. Wieder, muss man sagen. Denn einst zog es den deutschen Kaiser und russische Adelige, den Berliner Geldadel der 1930er-Jahre und Millionen Werktätige des Arbeiter- und Bauernstaates DDR magisch an die 1.700 Kilometer lange Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Und das nicht nur zur Sommerfrische. Schon damals wegen der würzigen Ostseeluft, dem grenzenlosen Meer, der herausgeputzten Badeorte und der faszinierende Landschaften. Heute schwärmen die Touristen aus aller Welt außerdem von den bestens erhaltenen Hanse-Städten Rostock, Wismar und Stralsund, den sauberen Seen im Hinterland, der vielen noch intakten Natur und natürlich von diesem faszinierenden Märchenschloss in Schwerin. 

Märchenschloss im See

Die schöne Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern liegt – rund hundert Kilometer östlich von Hamburg – wie ein riesiger Ferienort an einem großen See. Schwerin ist eine erfrischende Symbiose aus Wasser, Kultur und Mittelalter. Rund um den mächtigen Dom breitet sich die malerische Altstadt mit ihren engen Gassen und Fachwerkhäusern aus – eine faszinierende Kulisse. 

Beim imposanten Kirchenbau startet täglich um elf Uhr der Rundgang auf geschichtsträchtigen Spuren. Höhepunkt der Tour ist das Schweriner Schloss mit seinen goldenen Türmchen und üppigen Prunkräumen, das auf einer kleinen Insel im See thront. Einfach märchenhaft! 

Das blaue Paradies lässt sich per Ausflugsschiff, eigener Yacht oder auch gemütl­ichem Hausboot erforschen. Alternativ auch per Rad auf dem 63 Kilometer langen Weg um den See. 

800 Jahre Hansetradition 

Weit maritimer erstrahlt Rostock an der Ostsee. Das Handelsbündnis Hanse hat der Hafenstadt einst großen Reichtum beschert. Wohin man in der Altstadt schaut, prägen imposante Gebäude im Stil der Backsteingotik das Bild. Eine Ausnahme ist das barock verkleidete Rathaus mit den sieben Türmen. An der langen Hafenpromenade bieten Dutzende Lokale einen Ausblick auf das rege Treiben am Wasser. Alljährlich ist im August beim Volksfest „Hanse Sail“ in Rostock der Teufel los. Da kommt rund eine Million Schaulustige, um eine bunte Armada von Segelschiffen – von der luxuriösen Jacht bis zum alten Traditions-Windjammer – zu bewundern. 

Wem das noch nicht reicht, der schaut im Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum vorbei. Dort kann man zum Beispiel einen 10.000-Tonnen-Hochseefrachter von innen erleben und Wissenswertes zu den Themen Wasserflugzeugbau, Meeres­forschung und Segelsport erfahren.

Weltkultur aus Backstein

Das Erbe der Hanse hinterließ auch in Wismar einen wunderschönen Marktplatz voller bunter Bürgerhäuser und monumentale Kirchen in Backsteingotik. Das Ostseejuwel ist daher seit 2002 Weltkulturerbe der UNESCO (so wie die vor Rügen liegende Stadt Stralsund). Bis heute hat sich Wismar auch skandinavisches Flair bewahrt. Schließlich gehörte es genau 155 Jahre lang zum Königreich Schweden. Alljährlich im August feiert die Hansestadt das „Schwedenfest“ mit großem Pomp und Heerscharen in historischen Uniformen.

Idylle im Strandkorb

Die frisch herausgeputzten Ferienorte mit den herrlichen Sandstränden sind ganz nah. Kaum 15 Autominuten von Wismar entfernt, ist die Insel Poel der Küste vorgelagert. Sie ist eine reizvolle Alternative zu den bekannten Urlaubsparadiesen Rügen und Usedom. Wie eine Sichel liegt das gemütliche Eiland mit den riesigen gelb leuchtenden Rapsfeldern im Meer. Elf Kilometer Sandstrand bieten selbst in der Hochsaison genug Freiraum für ­Robinson-Gefühle auf Zeit. 

Einzigartig ist Poel durch seine Vogelschutzinsel Langenwerder. Hier leben Zehntausende Wasser- und Watvögel. Und viele Zugvögel nutzen die Insel ­alljährlich als Rastplatz. Es gibt natürlich spezielle Führungen für das Bird­watching. Ganz gemütlich geht die ­Vogelbeobachtung am Gollwitzer Strand. Einfach den passenden Strandkorb mit Blick auf die nahe Vogelschutzinsel ausrichten.

Seebad Warnemünde

Wer von Rostock aus mit dem Linienschiff die Mündung der Warnow an riesigen Kreuzfahrtschiffen, Frachtern und Fischkuttern entlangfährt, sieht schon bald den 31 Meter hohen Leuchtturm von Warnemünde. Einst ein armes Fischerdorf, mauserte sich Warnemünde zu einem eleganten Seebad und Kurort. Hier wurde angeblich der legendäre Strandkorb erfunden, der noch heute das Bild an Deutschlands Küsten prägt. Vom Strandkorb aus ist „Peoplewatching“ angesagt. Oder man träumt beim Anblick der ein- und auslaufenden Kreuzfahrtschiffe von fernen Ländern und ist dennoch froh, an diesem herrlichen Ort zu sein.

Der rund 15 Kilometer lange Traumsandstrand, der stellenweise bis zu hundert Meter breit wird, umfasst Aktivstrand mit Sport und Unterhaltung, stille Flecken zum Träumen und auch FKK- und Hundestrände. Wegen der guten Wasserqualität wurde er mit dem Gütesiegel  „Blaue Flagge“ ausgezeichnet.

Den ganzen Zauber Warnemündes versprühen die beiden Flaniermeilen „Am Strom“ und die „Alexandrinenstraße“. Sie verlaufen mit ihren liebevoll herausgeputzten Kapitänshäusern und Giebelbauten in Backsteinoptik entlang des Hafens. Nirgendwo sonst schmeckt der fangfrische Fisch besser.

Robinson-Gefühle 

Gegenüber, auf der anderen Seite der Warnow, erstreckt sich die Markgrafenheide. Außer ein paar neuen Hotels und dem noblen Jachthafen Hohe Düne prägen viele Kilometer völlig unberührte, endlos lange Sandstrände und die Küstenwälder der Rostocker Heide die Kulisse. Viel Ruhe und fast Robinson-Gefühle in prachtvoller Natur sind hier garantiert. 

Graal-Müritz, etwas weiter östlich, ist noch ein Geheimtipp: ideal für Ruhe­suchende und Aktivurlauber. Fünf Kilometer feinster weißer Sandstrand ziehen sich flankiert vom größten Wald- und Moorgebiet Norddeutschlands die blaugraue Ostsee entlang.

Vom gemütlichen Strandkorb aus auf das endlose Meer zu schauen, Möwen bei ihrer Jagd nach Fischen oder die Frachtschiffe bis zum Horizont verfolgen, gehört auch in den Badeorten Nienhagen, Kühlungsborn und Rerik zum täglichen Entspannungsritual. 

Wie einst der Kaiser

Besonders stilvoll und nobel ist Heiligendamm. Die historische Bäderbahn „Molli“ schnauft wie zu Zeiten der mecklenburgischen Herzöge und preußischen Herrscher von Bad Doberan aus in das älteste deutsche Seebad aus dem Jahre 1793. Die „Weiße Stadt am Meer“ besteht seit damals aus einem Ensemble prachtvoller Herrschaftsvillen am Strand. Eine besonders gut gefüllte Reisekasse einmal vorausgesetzt, urlaubt es sich im heute als Luxushotel geführten  Grand Hotel Heiligendamm  besonders komfortabel und erste Reihe fußfrei am Meer. Nobler geht’s dann nicht mehr im Norden.