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Viele Villen aus der K.-u.-k.-Zeit, wie hier bei Ičići, säumen den zehn Kilometer langen Lungomare, auch Franz-Joseph-Promenade genannt. © Getty Images

Glanz der Adria in Rot-Weiss-Rot

Istrien, die Kvarner-Bucht und Dalmatien stehen bei Österreichern hoch im Kurs. Die Beliebtheit macht neben der gemeinsamen Geschichte in der Zeit des Kaisers, dem kristallklaren Meer und exzellenten Gaumenfreuden auch das Angebot österreichischer Top-Hotels aus.

Für die feine Wiener Gesellschaft war vor einem guten Jahrhundert ein Urlaub an der Adria 
der Donaumonarchie so selbstverständlich wie Ferien am Semmering oder in Bad Ischl. Die Anreise gestaltete sich damals noch beschwerlich, dafür brauchte man keinen Reisepass, um in Abbazia (Opatija) oder Rovigno (Rovinj) – streng nach Geschlechtern getrennt – im Meer zu baden oder entlang der üppig ­begrünten Promenaden den neuesten Hofklatsch zu hören. 

Die Geschichte machte mit zwei Weltkriegen bekanntermaßen einen historischen und ideologischen Schnitt in die geogra­fischen Zugehörigkeiten der Adria. Der großen Beliebtheit von Ferien im späteren Jugoslawien und heutigen Kroatien und Slowenien tat das aber keinen Abbruch. Die Adria blieb allen Reisetrends zum Trotz das Hausmeer der Österreicher – und in Zeiten der Pandemie steigerte sich die Beliebtheit dieser Küste noch einmal deutlich. Istrien statt Malediven oder ­Dalmatien statt Rotem Meer wurde zur Devise und setzt sich auch heuer fort. Die Gründe sind mannigfaltig. Einerseits ist die Adria das nächstgelegene Meer der Österreicher und je nach Wohnort nur zwei bis fünf Stunden entfernt. 

Qualität statt Masse

Zugleich gehört sie zu den saubersten Küsten der Welt und weist eine unglaublich Naturvielfalt auf: Dichte Kiefernwälder, abwechselnd Steilküsten, Kiesstrände und sogar Sandbuchten laden zum Baden in kristallklarem Wasser ein. Küstenstädtchen mit jeder Menge Flair sind stimmungsvolle Anziehungspunkte am Meer. Wo früher vielerorts einfacher Massentourismus zu Hause war, sorgt seit vielen Jahren eine Qualitätsoffensive bei vielen Hotels und in der Restaurantszene für neuen Komfort im Urlaub. An diesem Aufschwung sind auch heimische Hoteliers beteiligt, als Pioniere des neuen Zeitgeistes an der beliebten Ferienküste. An einigen der schönsten Plätze Kroatiens kann man Urlaubsqualität made in Austria genießen.

Urlauben wie der Kaiser

Den Beginn machte Wilfried Holleis, seines Zeichens Chef der Holleis Hotels in Zell am See, schon kurz nach der Jahrtausendwende. In Opatija, dem altösterreichischen Abbazia, entdeckte er direkt am kilometerlangen Lungomare und an einer der schönsten Buchten des Adria-Paradieses die verfallene Villa Neptun. Deren Geschichte ist eng mit Österreich verbunden. Besitzer war ein Herr Meyne aus dem heutigen Burgenland, die Pläne des 1890 bis 1897 errichteten Prachtbaus stammen vom österreichisch-tschechischen Architekten Adolf Tichy.

Die Villa erlebte die Hochblüte des österreichischen Badetourismus und fiel dann in einen Dornröschenschlaf. Heute strahlt sie wieder alle Attribute der einstigen Atmosphäre aus: Klassische Belle-Époque-Architektur, rundherum ein subtropisch wuchernder Garten und die Lage direkt über dem Meer waren ideale Voraussetzungen, um als Hotel neu durchzustarten. 7,5 Millionen Euro wurden damals in das verborgene Juwel gesteckt und im Jahr 2004 als Adria Relax Resort Miramar in neuem Glanz eröffnet, erweitert um mehrere neue Gästevillen. 

Wo früher nur die stolzen Besitzer lustwandelten, liegen heute Gäste aus der ganzen Welt auf angenehmen Liegen ­unter Pinien am Pool über dem Meer oder lassen sich im hauseigenen Wellnesszen­trum mit Blick auf die blaue Adria verwöhnen. Die einstige Villenfront ist heute eine der schönsten Restaurantterrassen des Landes, wo fast direkt am Wasser eine besondere Mischung altösterreichisch-kroatischer Kulinarik serviert wird.

Wer die Atmosphäre von damals erspüren möchte, bezieht eines der Seefront-­Zimmer in der alten Villa, von denen ein ­ungetrübter Blick auf die Riviera garantiert ist, wie zu Zeiten des Kaisers. An vergangene Tage in neuem Glanz erinnert im Miramar auch das Freizeitprogramm, von Tanzmusik über klassische Konzerte bis zu Kunstausstellungen. Mit der „Tornado Blue“ steht den Gästen eine eigene traditionelle Ausflugsjacht für Touren entlang der Opatija-Riviera oder zur nahen Insel Cres zur Verfügung. 

Altösterreichs Badewanne

Eine lange Tradition als altösterreichische Badewanne kann auch das nahe gelegene Crikvenica vorweisen. Lag Abbazia im österreichischen Teil der Monarchie, so stand der Ort südlich von Rijeka bis zum Ersten Weltkrieg unter der Verwaltung der ungarischen Reichshälfte. Auch ­hierher zog es die damalige Schickeria wochenlang zur Erholung und zum ­unkomplizierten Leben am Meer. Crik­venica erfreut sich einer Besonderheit, verfügt es doch über einen der seltenen Sandstrände und ist daher seit jeher ein beliebtes Ziel für Familien. 

Schon 1895 wurde in bester Lage das im Jugendstil errichtete Hotel Therapia mitten im Grünen und mit Panoramablick auf die Kvarner-Bucht gebaut. 2014 ist das Belle-Époque-Juwel unter neuer österreichischer Leitung wiederauferstanden und hat sich seither als Geheimtipp an diesem Teil der kroatischen Küste etabliert. In den historischen Mauern mit prachtvoller Fassade, dem üppigen Park mit uralten Bäumen und nicht zuletzt mit Zimmern, Suiten, Spa und dem Pool mit Blick auf die vorgelagerte Inselwelt lässt sich im Kroatien-Urlaub altösterreichisch mit modernem Komfort residieren. 

Ein besonderes Juwel ist die wenige Gehminuten entfernte, hauseigene Beach-Bar „Palace Beach“ an einem der schönsten, flach ins Meer abfallenden Feinkieselstrandabschnitte der gesamten Riviera von Crikvenica. Im trendig designten Beach-Restaurant und an der Bar werden feinste Adria-Snacks serviert, abends ist es Bühne für mediterrane Musik unter dem Sternenhimmel, für Sehen und Gesehenwerden. 

Paradies am Goldenen Horn

Machen wir einen guten Sprung weiter in den Süden – Dalmatiens Sonne scheint hier noch kräftiger als im Norden der ­Adria. Mit den neuen Flugverbindungen nach Split und Brač sowie der modernen Küstenautobahn ist die Anreise nur ­unwesentlich länger als nach Istrien oder an die Kvarner-Bucht. Eigentlich ideale Voraussetzungen, selbst weit gereiste Mittelmeerurlauber zu gewinnen. 

Das dachte sich auch Gruber Reisen vor genau zwei Jahrzehnten. Im Jahr 2002 schlug für die Steirer unter Führung von Michael Schlögl die Gunst der Stunde, als man auf der Trauminsel Brač das heutige Bretanide Sport & Wellness Resort als rot-weiß-rotes Flaggschiff im Süden Kroatiens erwarb. Viele Millionen investierte Euro später ist die im All-inclusive-Stil geführte Anlage die beste weit und breit. Aus heimischem weißen Marmor und in dalmatinischem Ambiente errichtet, fügt sich das Resort harmonisch in die dichten Kiefernwälder und das türkis bis smaragdfarben schimmernde Meer ein. Eine romantische schattige Promenade führt in das stimmungsvolle Städtchen Bol mit seinen herausgeputzten Steinhäusern, ­vielen kleinen Restaurants, Cafés und dem Hafen, wo Jachten aus vieler Herren Länder liegen. 

Für die meist österreichischen Gäste stehen ein eigener Strand mit Liegen, mehrere Pools, Kinder- und Jugendbetreuung sowie ein großes Sportangebot bereit. Die Hauptattraktion der ganzen Insel, das Zlatni Rat oder „Goldene Horn“, ist nur ein paar Schritte entfernt. Tausendfach für Ansichtskarten und Reisekataloge ­fotografiert, schiebt sich diese mehrere Hundert Meter lange Kieszunge weit ins offene Meer hinaus. Je nach Wind und Strömung ändert sie ständig ihre Form und Ausrichtung. Das kristallklare Meer schimmert an diesem Küstenabschnitt in karibisch anmutenden Farben und die dichten Pinien- und Kiefernwälder reichen bis direkt ans Wasser, ideal für ­natürlichen Schatten an heißen Tagen. 

Die steirischen Besitzer kombinieren ­gekonnt die gehobenen Reiseansprüche von heute mit der typisch dalmatinischen, sympathischen Stimmung. So gibt es ­neben eigenen Familieneinheiten und klassischen Doppelzimmern jetzt auch einen eigenen Trakt mit luxuriösen Suiten sowie neu gestaltete, geräumige Superiorzimmer mit modernster Ausstattung. 

Gaumenfreuden dürfen in einem Urlaub aber natürlich nicht zu kurz kommen: ­Regionale Köstlichkeiten werden zum Beispiel im Spezialitätenrestaurant mitten in den Olivengärten aufgetischt, in einer angenehm unkomplizierten Atmosphäre. Eine Mischung, die für oft jahrzehntelang treue Stammurlauber und Bestnoten bei Bewertungen sorgt. 

Der Hektik entrückt

Die Tour zu rot-weiß-roten Hotels in Kroatien geht auf der Rückreise mit einem ­besonderen Hideaway unweit der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien zu Ende. Der Patron der Casa Dante und der Casa San Martino im istrischen Weindorf Momjan ist Tom Riederer, der mit seinem Pfarrhof St. Andrä lange zu den kulinarischen Aushängeschildern der Steiermark zählte. Gemeinsam mit seiner Frau ­Katarina betreibt er diesen Entschleunigungsort, umgeben von Weingütern, sanften Hügeln voller Mittelmeermacchia und nur eine gute Viertelstunde vom Meer entfernt. 

In dieser Kulisse warten die beiden alten Steinhäuser auf Genießer, die ein privates Hideaway abseits jeglichen Massentourismus suchen. Auch wenn es dort kein ­eigentliches Restaurant gibt, so werden Hausgäste trotzdem auf Wunsch und mit viel Liebe bekocht. Weitere Highlights sind die – auch an jedem anderen Ort 
in Istrien möglichen – Table Dinners mit 
16 mediterranen Gängen. Wer sich im Urlaub gern kreativ beschäftigt, besucht einen der Kochkurse von Tom Riederer. Damit man zu Hause typisch istrische Spezialitäten auf den Tisch zaubern und sich an die letzte Reise erinnern kann.

GUTE TIPPS

Hotels

Adria Relax Resort Miramar
Altes Abbazia-Feeling in neuem luxu­riösen Glanz an der schönsten Bucht Opatijas. Top-Küche, schönste Restaurantterrasse der Kvarner-Bucht, eigener Strand, großes Wellness- und stilvolles Kulturangebot, herrlicher Garten, Pool.
www.hotel-miramar.info

Hotel Kvarner Palace
Herrliches Hotel im Jahrhundertwendestil nahe dem Sand- bzw. Feinkiesstrand von Crikvenica. Ideal für Familien, Kombination aus Bade- und Wellnessurlaub. www.kvarnerpalace.info

Sport & Wellness Resort Bretanide
Beste Adresse sowohl für Familienferien als auch sportliche Urlaube in Dalmatien. Top renovierte Zimmer und Suiten, großes Sportangebot, Kinder- und Jugendbetreuung, herrlicher Strand.
www.bretanide.at, www.gruberreisen.at

Tom Riederer im Momjan
In der Casa Dante wird in luxuriös-gemütlichen Maisonetten, in der Casa San Martino gleich im eigenen istrischen Ferienhaus geurlaubt. Sehr stilvoll, weit von jeder Hektik entfernt, mit dem Zauber des ländlichen Istriens.
www.momjan.com