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Maserati lässt Männerherzen höherschlagen. In der Nuova Galleria parken legendäre Ferraris auf Podesten neben weiteren Auto-Mythen. © APT Servizi Emilia Romagna

Motore & Amore

Ferrari, Maserati, Lamborghini: In der Emilia-Romagna wird den schönsten Autos der Welt gehuldigt. 

Wenn an einem Sonntagnachmittag zu ganz und gar unchristlicher Zeit in Maranello die Kirchenglocken läuten, gibt es dafür nur einen Grund: Ein Ferrari-Fahrer hat in der Formel 1 gewonnen. Kein Wunder, sondern Wahrheit: Vor der großen Amore zu heißen Motoren ist in der Emilia-Romagna nicht einmal Hochwürden gefeit – weshalb hier die Kirchenglocken einen Triumph der Scuderia Ferrari verkünden. Schließlich ist Maranello die Heimat der großen Marke. In der knapp 20.000 Einwohner zählenden Kleinstadt befindet sich auch das hypermoderne Ferrari-Werk.

Wer die automobile Entwicklungsgeschichte der Luxusmarke verfolgen möchte, kann das Ferrari-Museum auf dem Werksgelände besuchen. Spektakulärer ist das Museo Casa Enzo Ferrari (MEF) im knapp 20 Kilometer entfernten Modena, das sich auf Enzo Ferrari konzentriert. Gleich daneben entstand ein 5.000 Quadratmeter großer, futuristisch geschwungener Neubau – die Nuova Galleria. In der Halle ­stehen historische Ferraris neben weiteren ­Auto-Mythen, die wie Schmuckstücke auf ­Podesten präsentiert werden.

Ein Fiat 500 als Mille-Miglia-Star

Auch andere berühmte Autoschmieden führen eigene Museen. Im Lamborghini-Museum in Sant’Agata Bolognese stehen alle Wagen, die für die eigene Geschichte wichtig waren: vom 350 GT bis zum Countach, vom Miura über den Espada bis zur Diablo-Reihe. Ein paar ­Kilometer weiter befindet sich das Centro Museale Ferruccio Lamborghini. Zu sehen ist hier, was Ferruccio Lamborghini in seinem 40-jährigen Arbeitsleben geschaffen hat, auch der berühmte „Topolino Mille Miglia“, ein Fiat 500, mit dem Ferruccio 1948 über die Mille Miglia raste, bis er kurz vor dem Ziel in ­einen Bauernhof crashte. 

20 Maseratis parken in der Scheune

Zurück nach Modena: Am Stadtrand befindet sich die Biofarm Hombre, wo u. a. erstklassiger Parmesan produziert wird. Als ­Attraktion gelten allerdings die 20 historischen Maseratis, die in einer Scheune auf dem Gelände stehen. Es ist die Privatsammlung der Familie Panini, die mit Abziehbildchen ein Vermögen verdient und den ersten Öko-Landwirtschaftsbetrieb Italiens gegründet hat. Im Herzen ist Inhaber Matteo Panini aber ein Autonarr – wie sein Vater und wie fast jeder in der Emilia-Romagna.

GUTE TIPPS Emilia-Romagna

Biker-Paradies

Die Emilia-Romagna ist die zweitstärkste Radtourismus-Region Italiens. Rund 300.000 Freizeitsportler aus Italien, Europa und den USA treten hier jedes Jahr in die Pedale – aus gutem Grund: Mit 8.000 Kilometern Radstrecke ist die Emilia-Romagna ein Biker-Paradies. Hier gibt es auch den längsten Radweg Italiens, den „Ciclovia Destra Po“ bei Ferrara im Gebiet des Po-Delta. Besonders schön: die Strecke von Rimini ins Marecchia-Tal. Unser Tipp: Die Rimini Bike Hotels.

Ab ins „Hinterland“

Wussten Sie, dass es in der Emilia-Romagna zwei Naturparks, 14 Regionalparks und elf Naturreservate gibt? Tatsächlich ist die Landschaft außerordentlich facettenreich. In nur einer Fahrstunde erreicht man von Rimini aus das Hinterland, das von Nadelwäldern, mittelalterlichen Dörfern und trutzigen Burgen (im Bild das Castello di Torrechiara) geprägt ist. Besonders angenehm: In der Emilia-Romagna gibt es 25 Thermen – ideal zum entspannten Entschleunigen.

Im Bauch Italiens

Die Emilia-Romagna wird nicht umsonst der „Bauch Italiens“ genannt. Prosciutto di Parma, Culatello di Zibello und der König des italienischen Käses, der Parmigiano Regiano, stammen aus der Schlemmerregion. Besonders köstlich: die hausgemachte Pasta, die ist hier im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde.

Weine geniessen

Unbedingt sollten Sie das eine oder andere Glas der 50 D.O.C.- und D.O.C.G.- Weine aus der Region genießen. Der berühmteste Vertreter hierzulande ist der Lambrusco. Einst als lieblicher Kopfweh-Wein verschrien, hat er heute als trocken ausgebauter feinperliger Roter oder Rosé dieses Klischee längst hinter sich gelassen und genießt bei Kennern Kultstatus.