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Assisi liegt am Franziskusweg. Die Stadt ist UNESCO-Welterbe. © iStockphoto

Italien zu Fuß

Weitwandern ist einfach perfekt, um richtig zu entschleunigen, nachzudenken, die Natur zu erleben und Menschen ­kennenzulernen. Und dabei können Pilger auch noch eine Fülle an Kirchen, Baudenkmälern und Ruinen bewundern. Andiamo – auf geht’s!

Beim Weitwandern ist der Weg das Ziel. In ganz Italien gibt es dafür wunderschöne und faszinierende Strecken und Pilgerrouten: Sie reichen von den Berglandschaften des Piemont zu den Zitronenhainen der Amalfiküste und von den toskanischen Hügeln zu den tiefen Schluchten Kalabriens. 

Von den Bergen zum Meer

Der Himmelsweg (Cammino Celeste)verbindet die UNESCO-Kulturstätte Aquileia, nahe Grado, mit dem Monte Santo di Lussari in den Julischen Alpen. Er führt rund 200 Kilometer auf meist ungeteerten Straßen sowie Land- und Bergwegen. Der Cammino gestattet dem Wanderer, die bezaubernde Landschaft von Friaul-Julisch Venetien in all ihren Erscheinungsbildern vom Meer bis in die Berge zu bewundern. 

Der Mathildische Weg (Via Matildica del Volto Santo) lädt zur Reise auf den Spuren von Mathilde von Canossa. Dieser verbindet Lombardei, Emilia-Romagna und Toscana. Der Weg führt in symbolträchtige Städte wie Mantua, wo Mathilde in der Abtei San Benedetto Po begraben liegt, oder nach Canossa, wo Papst Gregor IV. den deutschen Kaiser Heinrich IV. gedemütigt hat. Der Weg endet in einer der schönsten Städte Italiens, Lucca. Von dort stammt die adelige Familie von Mathilde.

Im Geiste des heiligen Franz

Auf Pfaden, Feld- und Waldwegen führt der Franziskusweg (La Via di Francesco) vor allem durch das grüne Herz Italiens, Umbrien. Vorbei geht es an Orten, wo der Hheilige Franz gelebt und gewirkt hat, zum Beispiel Gubbio und Assisi. Oder auch am toskanischen Kloster La Verna und an den Klöstern bei Rieti in Latium. Das Motto der Reise ist dabei: „Es gibt kein Scheitern, wir sind alle auf dem Weg.“

Landschaftliche Schönheit

Am unteren Ende des Stiefels, in ­Kalabrien, Apulien und Basilikata, gibt es sie, die wahre Ursprünglichkeit. Der Banditenpfad (Sentiero dei Briganti) in Kalabrien verläuft über steile Hänge des Hochgebirges. Banditen und Rebellen nutzten ihn einst zur Flucht vor der Staatsmacht. Er schlängelt sich durch die von Schluchten gezeichnete Landschaft des Aspromonte-Nationalparks sowie den Parco ­Regionale delle Serre. 

Auf dem Fußweg der 100 Türme (Cammino Cento Torri) ist es möglich, entlang der Küste von Sardinien zu wandern. Der Name leitet sich von den 105 Wachtürmen ab, die entlang des Weitwanderwegs zu finden sind. 

Auf die Spuren der vier Protagonisten des Filmhits Basilicata Coast to Coast von Rocco Papaleo ­begibt man sich auf dem gleichnamigen Weitwanderweg. Er startet bei der Höhlenstadt Matera. Die Strecke führt mitten durch den Pollino-Nationalpark zum Gipfel der Serra di Crispo (2.056) und weiter zum idyllischen Fischerdorf Maratea am Tyrrhenischen Meer.