+43 1 740 32-0willkommen@gutereise.eu
Das Hotel setzt zahlreiche Maßnahmen um der einmaligen Naturkulisse gerecht zu werden. © Snøhetta/Plompmozes

Das Energiewunder im ewigen Eis

„Svart“ ist das erste Gebäude mit positiver Energiebilanz im hohen Norden Europas. Das Hotel ist in der Lage, selbst Energie zu produzieren. Bei den eisigen Bedingungen ein absolutes Muss.

Am Fuße des Svartisen-Gletschers haben Arctic Adventure of Norway, Asplan Viak, Skanska und Snøhetta das Powerhouse*-Hotel errichtet. Der Gletscher im nordnorwegischen Meløy beeindruckt mit seinem tiefblauen Eis und das Hotel „Svart“, auf Deutsch heißt das schwarz, ist eine architektonische Meisterleistung.

Ganze nahe an der Natur

Das Hotel erstreckt sich vom Berg Almlifjellet bis zu den klaren Wassern des Holandsfjords. Die runde Form eröffnet ein volles Panorama in alle Richtungen und die ursprüngliche Bauweise ermöglicht ein intensives Erlebnis der faszinierenden Natur. Das Design wurde von regionalen Bauweisen inspiriert, zum Beispiel dem „fiskehjell“. Das sind A-förmige Holzkonstruktionen, auf denen Fisch getrocknet wird. Auch die „rorbue“, kleine Häuschen, in denen Fischer während der Fangsaison leben, haben die Architekten inspiriert.

Die Natur rund um das Hotel kann nur mit dem Boot entdeckt werden. Ein energieneutraler Bootshuttle von der nächsten Stadt, Bodø, zum Hotel ist geplant.

Mit der Lage inmitten weitgehend unberührter Natur geht eine große Verantwortung einher. Um den ökologischen Fußabdruck so gering wie nur irgendwie möglich zu halten, haben die Architekten die Sonneneinstrahlung in der Region haargenau analysiert. So gelang es, die Energiegewinnung zu optimieren. Das kreisrunde Design ist ein Ergebnis dieser Recherche und auch sämtliche Elemente, von Zimmern bis Terrassen, wurden darauf ausgelegt. Das gesamte Dach ist mit Solarpanelen bedeckt und dank der langen Sommernächte ist die Energieerzeugung beachtlich.

Sonne und Geothermie

Die abgesonderten Terrassen sorgen dafür, dass in den Sommermonaten ein Schatten auf die Fassade des Hotels fällt, der den Bedarf an künstlicher Kühlung minimiert. Gleichzeitig lassen sie im Winter, wenn die Sonne besonders niedrig steht, ein hohes Maß an Sonneneinstrahlung zu, um Wärme zu gewinnen. 

Für das Hotel wurden nur Materialien mit einem niedrigen Wert an grauer Energie verwendet. Der Begriff bezeichnet alle Energie, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung aufgewendet wurde. So hat man sehr viel Holz, aber auch Baustahl und Beton verwendet. Zu guter Letzt nutzt das Hotel auch geothermische Brunnen, die Luftwärmepumpen betreiben.