+43 1 740 32-0willkommen@gutereise.eu
Viele Österreicher hatten trotz Corona einen schönen Urlaub. © Getty Images

Rückblick auf einen bewegten Reisesommer

Grenzschließungen, Reisewarnungen und allgemeine Verunsicherung: Der Reisesommer 2020 war kein leichter. Inwiefern die Corona-Pandemie die Urlaubslust von Herrn und Frau Österreicher trübte, untersuchte das Meinungsforschungsinstitut Marketagent. Dabei zeigte sich, dass der Rückblick auf den Sommer nicht nur negative Gefühle mit sich brachte.

Dass die Urlaubsplanung durch die Pandemie ordentlich eingeschränkt wurde, steht außer Frage. Das bestätigten auch zwei Drittel der befragten Österreicher in einer Umfrage von Marketagent. Dennoch ließ sich die Hälfte der Bevölkerung den Sommerurlaub nicht nehmen. 32 Prozent urlaubten dabei in Österreich, 10,6 Prozent sowohl in der Heimat als auch im Ausland und 7,8 Prozent zog es über die Landesgrenzen hinaus. 49,2 Prozent verzichteten auf den Urlaub.

Urlaub in Österreich kam gut an

„Egal, ob in Österreich geurlaubt oder ein Trip ins Ausland unternommen wurde, die heimische Bevölkerung hält die Wahl ihres Reiseziels unter Berücksichtigung der aktuellen Umstände weitestgehend für die richtige Entscheidung“, beschreibt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent, die Umfrage-Ergebnisse. Denn keine Krise ohne Chance. So waren acht von zehn froh, dass sie die Gelegenheit hatten, die österreichische Natur und Kultur zu genießen, statt ferne Länder zu bereisen. Nur jeder Fünfte bereut, nicht ins Ausland gereist zu sein.

Die Situation ist bei den Auslandsreisenden nicht anders. Satte neun von zehn sind mit ihrer Urlaubswahl glücklich. Die häufigsten Ziele waren Italien, Deutschland, Kroatien und Griechenland. Reisen außerhalb der EU waren coronabedingt eine absolute Seltenheit.

Viele Pläne fielen ins Wasser

Natürlich gab es auch viele weinende Augen diesen Sommer. Vier von zehn mussten geplante Reisen absagen. Nur weniger als ein Zehntel führte die Reise ins Ausland wie geplant durch. Für die Absagen gibt es eine Vielzahl an Gründen. „Vor allem bei einer erhöhten Reisewarnstufe beziehungsweise einer Häufung von Corona-Fällen an der geplanten Urlaubsdestination schreckten die Österreicher davor zurück, ihren Urlaub anzutreten. Auch die Sorge vor einer möglichen Quarantäne sowohl bei der Rückkehr ins Heimatland als auch bei der Einreise ins Urlaubsland verleiteten dazu, die Reise zu canceln“, erläutert Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent.

Gerade Grenzschließungen sorgten für viele Sorgenfalten. Bei drei von zehn Befragten war schon der Gedanke, ins Ausland zu reisen, Grund für Unwohlsein. Jedem Vierten schien das Risiko einer Ansteckung zu hoch.

Alles in allem gingen die Österreicher mit der Situation erstaunlich gut um. „Trotz der Einschränkungen nimmt der Großteil der Österreicher die Situation an, wie sie gekommen ist, und zieht ein positives Fazit. Rückblickend sind knapp sieben von zehn zufrieden damit, wie sie den Sommer 2020 verbracht haben. Dieser Eindruck verstärkt sich noch mit dem Alter“, resümiert Thomas Schwabl. Unglücklicher waren die 14- bis 29-Jährigen. Vier von zehn konnten dem Sommer nichts abgewinnen.

Und die Zukunft? Knapp die Hälfte rechnet damit, nächstes Jahr wieder wie gewohnt Urlaub machen zu können. Knapp mehr als die Hälfte glaubt nicht ans Reisen nach Lust und Laune.