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Höhepunkt des Weges am Hochschwabplateau. © ÖAV/Weitwanderer/Gert Kienast

50 Jahre Nord-Süd-Weitwanderweg

Vom Waldviertel bis in die Weststeiermark: Vor 50 Jahren schuf Bildhauer Carl Hermann den ersten überregionalen Weitwanderweg in Österreich. Der Nord-Süd-Weitwanderweg entpuppte sich als erfolgreiches Pilotprojekt. 
 

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der gebürtige Eibiswalder in Gmünd ein neues Zuhause. Gedanklich blieb er der Weststeiermark aber verbunden und so reifte in ihm die Idee, zu Fuß dorthin zu gehen. Gesagt, getan. Mit Unterstützung der niederösterreichischen und steirischen alpinen Vereine begann die dreijährige Arbeit an dem Weitwanderweg.

Am 25. September 1970 konnte schließlich im Rahmen der Hauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins in Graz der Nord-Süd-Weitwanderweg 05 feierlich eröffnet werden. Über 7.000 Wanderer haben den 500 Kilometer langen Weg seither nachweislich auf ganzer Länge begangen. Allgegenwärtig sind die Spuren Hermanns. Bearbeitete Granitblöcke, Hinterglasbilder und ein hölzernes Weitwandererkreuz am steirischen Seebergsattel begleiten den geneigten Wanderer auf seinem Weg.

22 Tage von Gmünd bis nach Eibiswald

Die Wanderung dauert 22 Tage. Von der Nebelsteinhütte im Waldviertel führt der rot-weiß-rot markierte "05er" nach Spitz an der Donau, durch die Wachau und das Mostviertel ins Ötscher- und Mariazellerland. Weiter führt der Weitwanderweg über Hochschwab und Eisenerzer Reichenstein auf die weststeirischen Almen: Gleinalpe, Stubalpe, Koralpe.

Der Nord-Süd-Weitwanderweg war der erste in einer Reihe von zehn österreichischen Weitwanderwegen, die Ende der 1970er-Jahre nach und nach eröffnet wurden. In dieser Zeit kam es auch zur Gründung der Sektion Weitwanderer des ÖAV, deren Obmann Carl Hermann bis zu seinem Tod blieb. Die Alpenverein-Sektion Weitwanderer feiert im Jahr 2020 den 50. Geburtstag des Nord-Süd-Weitwanderwegs mit einem speziellen Tourenprogramm entlang des gesamten Wegs. Aktuelle Informationen sind beim Alpenverein abrufbar.