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Alfons Haider © www.neumayr.cc

Nachgefragt: Alfons Haider

Wer sind für Alfons Haider die besten Reisebegleiter? Was darf in seinem Gepäck niemals fehlen? Das und viele mehr erfahren Sie im GUTE REISE-Interview.

Schauspieler, Kabarettist, Sänger, Entertainer und Moderator: Alfons Haider (63) zählt seit 30 Jahren zu den vielseitigsten Künstlern Österreichs und ist im Theater, beim Film und im Fernsehen gleichermaßen zu Hause. Nach seiner Schauspiel- und Musicalausbildung in Wien war er auf vielen Bühnen seiner Heimatstadt zu sehen, startete eine erfolgreiche Karriere über das Schauspiel hinaus und ist im ORF ein Fixpunkt.

Die erste Reise, an die ich mich erinnere?
Mit meinen Eltern mit dem Zug nach Rovinj. Ich war ca. sieben bis acht Jahre alt. Damals habe ich zum ersten Mal das Meer gesehen und wollte gleich baden gehen. Es war schon Nacht und die Begeisterung wandelte sich dann im Wasser in Angst. Seit diesem Erlebnis bin ich nie wieder bei Dunkelheit ins Meer baden gegangen. Nicht zu wissen, in welcher Richtung das Ufer liegt, das hat mich ­traumatisiert. 

Eine Reise, die in meinem Leben Spuren hinterlassen hat?
Die zum Holocaust Museum in Washington D.C. Dort habe ich die Brutalität der Vernichtungsmaschinerie der Nazis schmerzhaft erlebt. Und ich habe mich geschämt, dass wir Österreicher noch immer Menschen, Gruppierungen, Parteien haben, die dem 3. Reich Positives abgewinnen können.

Die besten Reisebegleiter?
Gute Freunde, meine Mutter oder – wenn ich allein reise – ein gutes Buch.

Wohin es mich zieht, wenn es mir nicht gut geht?
Mykonos. Und ich bin mir sicher, dass meine erste Auslandsurlaubsreise nach dem Corona-Wahnsinn auf diese Insel gehen wird. In einem früheren Leben war ich dort sicher ein Fischer in einer der vielen traum­haften Buchten.

Was ich bei manchen Reisen am liebsten ganz vergessen würde?
Die Hotels – äh also Unterkünfte – bei so mancher Theatertournee in den 80er-Jahren. 

Wohin ich nie reisen würde?
Nach Nordkorea.

Welches Reiseerlebnis mich am meisten erheitert hat?
Ich komme in Miami an – und bemerke erst im Hotelzimmer den falschen Koffer (völlig ident, auch der Schlüssel hat gepasst). Voll mit Infomaterial eines ­männlichen Reisevertreters und dazwischen getragene rosa Damenreizwäsche.

Welches Reiseerlebnis mich nachdenklich gemacht hat?
Ein Kurzbesuch in Indien – mit Gewalt, Schmutz und Hunger auf der Straße. 

Drei Dinge, die in meinem Gepäck nie fehlen dürfen?
Zahnbürste, Zahnpasta und der beste Reisebegleiter (siehe oben).

Was mich meine Reisen gelehrt haben?
50 Prozent der Freude liegen im Wegfahren und 50 Prozent im Genuss, wieder nach Hause zu kommen.

Wo ist mein Lieblingsplatz in Österreich?
Altaussee. 

Welches Reiseland ich jedem ans Herz lege?
Österreich – und Inselhopping in Griechenland. 

Wie viele Tage im Jahr bin ich im Ausland?
Normalerweise zwischen 20 und 200. Im Vorjahr waren es nur zehn Tage!

Mit welcher Landessitte ich das größte Problem hatte?
Homophobie.