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Mehr als 140 kleine Seen liegen zwischen den bis zu 500 Meter hohen Dünen der Badain-Jaran-Wüste in der Inneren Mongolei, deren Name „geheimnisvolle Seen“ bedeutet. Von Grundwasserquellen gespeist, haben die Seen einen stark unterschiedlichen Salzgehalt. Desertifikation lässt die Badain-Jaran-Wüste mit der Tengger-Wüste im Osten zusammenwachsen. © eoVision 2019 Originaldaten: © European Space Imaging 2019

Die Wüsten der Erde in voller Pracht

Wüsten sind nicht nur lebensfeindliche Einöden, sondern wunderbare und einzigartige Schauspiele der Natur. Das Buch „Wüsten: Lebensraum der Extreme“ zeigt das auf eindrucksvolle Art und Weise. Die Satellitenaufnahmen sind gleichzeitig Zeugnis der Aktivitäten des Menschen in den Wüsten der Welt.

Wüsten faszinieren Menschen seit jeher. In den letzten Jahrzehnten stieg aber auch der Einfluss des Menschen auf den Lebensraum Wüste. Satellitenbilder dokumentieren das nachdrücklich. Das Buch „Wüsten: Lebensraum der Extreme“ aus der Edition „Human Footprint“ des Verlags eoVision zeigt mit modernsten Satellitenaufnahmen nicht nur die Vielfalt der Wüstenlandschaften, sondern auch die Aktivitäten des Menschen.

Spannende Infos, einmalige Fotos

Das Buch erklärt dabei den Lebensraum Wüste und zeigt anschaulich, wie extreme Elemente diese Kunstwerke der Natur gestaltet haben. Auch das Leben in der Wüste wird nähergebracht, von den Lebensbedingungen für Menschen bis zur Landwirtschaft, die sie betreiben. Natur- und Kulturerbestätten sowie deren Erhaltung spielen ebenfalls eine Hauptrolle. Nicht nur eingefleischte Wüstenfans finden in dem Buch viele spannende und wissenswerte Informationen und Geschichten.

Star des Buchs sind aber die Fotos. GUTE REISE hat eine kleine Vorschau aus dem faszinierenden Buch für Sie.

Gebrochene Felsen

Südlich des nur zeitweise Wasser führenden Swakop-Flusses erstreckt sich ein Felsgebiet, das im Satellitenbild ausgeprägte geologische Bruchlinien zeigt. Gut sichtbar ist die Faltung der Gesteinsschichten, die unter anderem aus granitischen Gneisen und Quarzit-Sedimenten bestehen. Die Landschaft trägt wegen ihrer lebensfeindlichen Bedingungen auch die Bezeichnung „Mondlandschaft“. Bekannt ist die Region auch für Funde von Uran und Boltwoodit, Kristallen eines seltenen Minerals. Nur 25 Kilometer weiter westlich liegt Swakopmund an der Mündung des Swakops in den Pazifik.

Freizeitwelten

Abu Dhabis Stadtentwicklungsprojekt Yas Island wurde im Jahr 2006 gestartet. Heute bietet die Insel mit Ferrari World, Yas Waterworld und SeaWorld auf umfangreichen Flächen Freizeiteinrichtungen und Vergnügungsparks an. Rekorde wurden für die größte je gebaute Fachwerkstruktur und für die schnellste Achterbahn der Welt erzielt. Mit dem Yas Marina Circuit, der Formel-1-Strecke für den Grand Prix von Abu Dhabi, erreicht der Stadtteil auch internationale Aufmerksamkeit.

Datteln und Perlen

Die aus etwa 50 Dörfern bestehende Oase Liwa zieht sich als mehr als 100 Kilometer langer Bogen unweit der Grenze zu Saudi-Arabien am Nordrand der Rub al-Khali hin. Die Oase liegt über einem leicht erreichbaren und ergiebigen Grundwasserkörper. Ein wichtiges Anbauprodukt sind Datteln. Traditionellerweise arbeiteten viele Männer der Oase im Sommer als Perlentaucher am Persischen Golf, ein Wirtschaftszweig, der längst vom Tourismus abgelöst wurde.

Verehrter Felsen

Der Uluru, auch unter der Bezeichnung Ayers Rock bekannt, ist der zweitgrößte Monolith der Erde. Von Wind und Sand geformt ragt er 348 Meter aus den Ausläufern der Großen Sandwüste im Herzen Australiens empor. Sein Farbenspiel in je nach Wetter und Sonnenlicht unterschiedlichen Rottönen hat den Felsen zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens gemacht. Nach den Aborigines, für die der Uluru ein heiliger Ort ist, stammt die Farbe vom Blut zweier riesiger Schlangen, die hier miteinander kämpften. Der Felsen ist auch wegen der hier gefundenen Felsmalereien Teil des UNESCO-Welterbes und darf seit 2019 nicht mehr erklettert werden.

Verschlungener Pfad

Oberhalb des Lake Powells verläuft der Colorado River durch den Canyonlands National Park. Sehr deutlich lässt sich an den steilen Wänden der Schlucht die Abfolge der Sedimentschichten verfolgen, durch die sich der Fluss hindurchgearbeitet hat. Neben den unterschiedlichen Färbungen der Gesteinsschichten fällt auch auf, wie härtere Schichten die Erosion bremsen und zur Bildung von Stufen führt. Dadurch verschwinden nach und nach die Mauern zwischen den ursprünglichen Mäandern des Flusses.

Kältewüste in Auflösung

Auf fast 80° nördlicher Breite liegt der Nioghalvfjerdsfjorden-Gletscher im Nordosten von Grönland, nur etwa 1100 Kilometer vom Nordpol entfernt. Der einst vom Gletscher geformte Fjord ist heute mit Wasser gefüllt, auf dem das Eis des Gletschers schwimmt. Im Sommer bildet Schmelzwasser auf der Gletscheroberfläche kleine Seen und Bäche, die sich in das Eis graben und in blauen Schattierungen leuchten. Trotz der beeindruckenden Farbschattierungen sind die Wasserflächen Zeichen für das Schwinden der Eiskörper der Erde.