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Weingut Esterházy © Helmut Widmann

International bei den Esterházys

DAS burgendländische Adelsgeschlecht ist nicht nur größter Grundbesitzer des Bundeslandes, sondern vereint auch mit seinem Weingut Tradition und Moderne. 

Bei insgesamt 45.000 Hektar Grund für Land- und Forstwirtschaft sind 93 Hektar nur ein kleines Fleckerl, aber damit zählt das Weingut Esterházy zu den großen Winzerbetrieben in Österreich. Die Weingärten liegen am Abhang des Leithagebirges bei Großhöflein, Eisenstadt und St. Georgen sowie im Gebiet zwischen Oggau, Oslip, St. Margarethen und Rust.

Früher war das Weingut in der Kellerei des Eisenstädter Schlosses untergebracht. Moderne Produktionstechniken und mangelnde Expansionsmöglichkeiten machten aber einen Neuanfang notwendig. Im Jahr 2006 wurde am Rande von Trausdorf das neue Weingut eröffnet. Strategisch gelegen, denn die Esterházy-Weingärten sind alle im Umkreis von maximal zehn Kilometer Entfernung.

Und die Esterházys verfolgen große Pläne. Einerseits wird intensiver mit der Tradition ihres Hauses gespielt, was man zum Beispiel im Etiketten-Design wiederfindet. Andererseits orientiert man sich im Burgenland nach internationalen Vorbildern. So kommt sehr viel Input von Beratern etwa aus Bordeaux, und auch neu ausgepflanzte Jungreben kommen zum Teil aus Frankreich.

An die 800.000 Flaschen kommen pro Jahr in den Verkauf. Die Leitsorten sind Chardonnay bzw. Blaufränkisch. Der Exportanteil (v. a. BRD, Schweiz, Skandinavien, USA und Asien) ist mit 50 % heute schon hoch, soll aber weiter gesteigert werden. Zwar hat die Esterhazy-Produktion mit zwei Dritteln einen Überhang zu Rotweinen, im Ausland wird aber am meisten der Grüne Veltliner nachgefragt.

Aber egal ob Rot oder Weiß: Esterházy stellte bei seinen Weinen auf eine biologische Bewirtschaftung um. Seit 2011 sind keine Herbizide mehr im Einsatz, als Ersatz wird in Weingärten als biologischer Schutz zum Beispiel Backpulver versprüht. Kein Wunder, wenn es also bei einem Spaziergang durch die Rieden herrlich duftet....

Der Qualität hat das auch nicht geschadet, im Gegenteil. Wertungen jenseits der 90 Punkte sind für das Weingut fast schon eine Selbstverständlichkeit. Der 2018er Chardonnay Leithaberg DAC etwa eroberte 91 Punkte, der 2017er Pinot Blanc Leithaberg DAC Ried Tatschler 92 und 2016 holten der Leithaberg DAC Ried St. Georgener Schildten und der Leithaberg DAC Ried Schildten stolze 95 Punkte. Und das sind nur ein paar Beispiele.