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Die Welterbe-Region um den See ist Herkunft großer (Zweigelt-)Weine. © ÖWM/Markus Wiesner

Heimat des Zweigelts

Die Gegend rund um den Neusiedler See ist eine wahre Bilderbuchlandschaft. Wo einst ein Stacheldraht die pannonische Tiefebene teilte, entstand 1993 der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, der erste grenzüberschreitende Österreichs. 

Wenige Zeit später, im Jahr 2001, wurde dieser Landstrich in den erlauchten Kreis der „UNESCO Welterbe-Regionen“ aufgenommen. Seit 2011 ist der östlichste Zipfel Österreichs Burgenlands größtes spezifisches Wein-Herkunftsgebiet: Neusiedlersee DAC.

Eleganter Zweigelt

Die erste Geige des mit Rebsortenvielfalt ausgestatteten Weinbaugebiets Neusiedlersee DAC, welches sich von Neusiedl bis in den sogenannten Seewinkel erstreckt, spielt der Zweigelt. DAC steht dabei für „Districtus Austriae Controllatus“ und ist quasi das gesetzliche Siegel für besonders gebietstypischen Qualitätswein. 

Das einmalige pannonische Klima mit den heißen, trockenen, wind- und sonnenreichen Sommermonaten, moderaten Niederschlägen und meist recht kalten, schneearmen Wintern bildet die Grundlage für seinen gebietstypischen Charakter. Selbstverständlich prägt auch der ­Boden, welcher im Gebiet sandig-lehmig bis sandig-salzig mit variierendem Schotter- und Kalkgehalt ist. „Wein aus Österreich“ ist in der Regel nach wie vor ein von Hand erzeugtes Produkt. Daher
spielen auch die in der Region beheimateten Winzer eine entscheidende Rolle. 

Vielfältig und authentisch

Bei Neusiedlersee-DAC-Weinen steht immer die urtypische österreichische Rebsorte Zweigelt im Fokus. Sie ist ein Spiegelbild ihrer Herkunft: zugänglich, vielfältig und authentisch. Ein klassisch ausgebauter Neusiedlersee DAC besticht mit klarer Frucht (einladende Kirsch- und Beeren-Aromen), balancierter Säure und harmonischer Struktur. Die als „Klassikweine“ kategorisierten Formate zählen zu den bevorzugt getrunkenen Rotweinen in Österreich. Sie werden als Speisenbegleiter sehr geschätzt, etwa zum Sommer-BBQ sowie zur regionstypischen pannonischen Paprika-Küche.

Für Freunde von vollmundigen, körperreichen, vielschichtigen Zweigelt-Gewächsen gibt es gebietstypisch die Neusiedlersee-DAC-Reserven. Sie erfahren zumindest 18 Monate Reifung in Keller und Flasche, sind in Holzfässern respektive Barriques ausgebaut und dennoch äußerst vielschichtig, anspruchsvoll und zuweilen kräftig. Dabei bleiben auch die Reserven immer von einer klaren dunkelbeerigen Frucht und Zugänglichkeit geprägt. 

Besucherfreundliche Winzer

Aktuell erzeugen über 100 Weinbaubetriebe Neusiedlersee-DAC-Weine. Die Weingüter – allesamt in Familienhand, mal größer, mal kleiner – stehen dabei für pannonische Zugänglichkeit: 360 Tage im Jahr, oft ohne Voranmeldung, immer ohne Allüren! 

Auf hervorragendem Niveau befindet sich auch die Gastronomie des Gebiets. Ganz gleich ob Haubenrestaurant, See-Hotspot, Landgasthaus, Dorfwirtshaus, Heuriger oder Weinbar. Sie werden vielerorts den einen oder anderen Neusiedlersee DAC auf der Karte oder im glasweisen Ausschank finden. Unser Tipp: Besonders passend zeigt sich ein Neusiedlersee-DAC-Wein zu Gekochtem und Geschmortem, u. a. Tafelspitz, Rindswangerln, zu Gebratenem wie Beiried, zur regionaltypischen Paprika-­Küche sowie – leicht gekühlt – auch zu Fischgerichten wie den Neusiedler-See-Zander. Selbstverständlich lässt er sich auch von einer kalten Heurigenjause jederzeit gerne begleiten.

Wein und Kulinarik haben hier immer Saison

Aufgrund des milden, fast mediterranen Klimas hat die Region fast ganzjährig Saison. Auch für weininteressierte Gäste ist ein Besuch des Neusiedlersee-DAC-Gebiets zu jeder Zeit ein ­Genuss. Vielleicht besonders schön und vinophil vielfältig ist die Zeit im Frühling und im Herbst zu den regionsweiten Tagen der offenen Kellertüren. 

Wer einmal dieses wunderschöne, überraschend vielseitige und immer authentische Eck Österreichs genießen durfte, wird mit Sicherheit wiederkehren oder bei einer Flasche Neusiedlersee DAC zu Hause an den nächsten Besuch der sonnenreichsten ­Region Österreichs denken.