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Im Frühling gibt’s den jungen Wein des Vorjahres zu verkosten. © NTG/Dieter Steinbach

Genuss am Steppensee

Weinstöcke, Paradeiser und Hunderte Vogelarten lieben das milde Klima rund um den Neusiedler See. Auch Genießer und Sportfans kommen in der Region Neusiedler See auf ihre Kosten. 

Mehr als 400 Jahre hat er auf dem Buckel, hat Unwetter, Waldbrände, Kriege und ­sogar die Reblaus und einen rücksichtslosen Vandalenakt ­überstanden: Der Weinstock aus St. Georgen, einem Stadtteil von Eisenstadt, ist die Elternrebe des Grünen Veltliners – ein Abstecher zu diesem Naturdenkmal darf bei einem ­Besuch in Österreichs kleinster Landeshauptstadt keinesfalls fehlen. Mittlerweile kann man den Saft der Urrebe auch verkosten, zum Beispiel beim Rebblütenfest im Juni. In St. Georgen reiht sich ein Heuriger an den nächsten. 

Kultur in Eisenstadt 

Wer Eisenstadt besucht, besichtigt am besten auch Juwele wie das Haydn-Haus, die Bergkirche, den Martinsdom und das Barockschloss mit prächtigem Park. Die großteils denkmalgeschützte Altstadt, das Herzstück Eisenstadts, ist auch flott per Segway zu erkunden. Wer sich mehr Zeit für Kultur nehmen will, nimmt an einer Führung teil oder lauscht einem Konzert im Schloss Esterházy. Im Frühling stehen unter anderen Nicolas Altstadt und
Daniel Ottensamer mit der Haydn Philharmonie auf der Bühne. 

Wein und Radeln in Neusiedl

Von Eisenstadt ist es nur ein Katzensprung bis Neusiedl – endlich am See! Die Weine der heimischen Winzer können entweder am Hof oder in der Vinothek Weinwerk Burgenland verkostet und gekauft werden. Am besten schmeckt der Wein natürlich in einem der gemütlichen Heurigen oder einem guten Neusiedler Restaurant. Neusiedl am See ist auch der ideale Ausgangspunkt für eine Radtour. Geführte Touren gibt es zum Beispiel mit Schwerpunkt auf die heimische Tierwelt, wie Steppenrinder und Wildpferde, oder auf Kultur, von Schloss Halbturn bis zur Windmühle in Podersdorf. 

Die pannonische Ebene rund um die Welterbe-Region Neusiedler See bietet mit 2.000 Sonnenstunden im Jahr traumhafte Bedingungen für Radfans und erstrahlt im Frühling in farbenprächtiger Vielfalt – Fernglas nicht vergessen! 40 Radwege mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.000 Kilometern stehen bereit. Und natürlich kann man sich die Drahtesel auch vor Ort ausborgen. Die meist ebenen Strecken sind perfekt für Familien geeignet, die Strecke von Illmitz bis Mörbisch lässt sich außerdem bequem per Radfähre abkürzen. Hier scheinen einander Himmel und Wasser zu berühren. Dafür ist die Erdkrümmung verantwortlich, die zwischen Neusiedl im Norden und Mörbisch im Süden 9,6 Meter beträgt.

Genuss in Gols und Frauenkirchen

Wer das Burgenland lieber zu Fuß erleben will, kann zum Beispiel in Gols die Wanderschuhe schnüren. Der WeinWegGols ist 9,8 Kilometer lang und führt vom Weinkulturhaus – hier gibt es die Weine der mehr als 100 Golser Winzer zu ­Ab-Hof-Preisen – über die Kellergasse in die Weingärten am Satzberg, Ungerberg und Altenberg. Sie wollen wissen, wie die Perlen in den Sekt kommen? Bei eine Kellerführung in der Sektkellerei Szigeti erfahren die Besucher, was es mit dem Rütteln auf sich hat und was man unter der „Méthode Traditionnelle“ versteht. Plus: Mit der Neusiedler See Card gibt’s hier drei Sektproben gratis. 

Für seine pannonischen Schmankerln – von Stekovics’ Paradeisern und Chilis über den Mangalitza-Schinken vom Biohof Göltl bis zum Seewinkler Bio-Tofu – ist der Ort Frauenkirchen bekannt. Im Bio-Hofladen der Familie Rommer gibt’s Erdäpfel sowie Speise- und Zierkürbisse. Nach dem ­Verkosten der regionalen Köstlichkeiten empfiehlt sich ein Besuch in der barocken Basilika „Maria auf der Heide“. Das hölzerne Gnadenbild der stillenden Madonna aus dem 12. Jahrhundert ist bis heute erhalten. Nach so viel Spiritualität ist ­Entspannung gefragt? Dann ab in die St. Martins Therme. ­Mitteleuropas erste Lodge verbindet Wellness- und Naturerlebnis, ab Mai können sich die Gäste beim hauseigenen Badesee an der Beach Bar verwöhnen lassen. Die Safari-Touren in den Seewinkel, von fachkundigen Rangers geführt, sind auch für kleine Besucher ein spannendes Erlebnis. 

illmitz Im Herzen des Nationalparks

Ganz im Süden und nah an der ungarischen Grenze befindet sich das Örtchen Illmitz, das Herz des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel. Das moderne Informationszentrum ist die erste Anlaufstelle für naturinteressierte Besucher und Startpunkt für Exkursionen in den Park. Allein 340 Vogelarten, von Graugänsen über Kormorane bis zu Bachstelzen und Seeadler, sind im Nationalpark zu Hause. Und noch ein Lebewesen sollte man sich in Illmitz nicht entgehen lassen: Dem Edelschimmelpilz ­Botrytis, der sich samtig über reife Beeren zieht, verdanken wir Süßweine von Weltspitze. Prost auf den Frühling am See! 

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